Kalichman: "Müssen uns an die eigene Nase fassen"

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Der passte einfach: Auch Echings Verteidiger David Tomasevic konnte nicht verhindern, dass der wuchtige Schuss von Töging- Kapitän Benedikt Basslsperger den Weg ins Zebra-Gehäuse fand. Das 1:2 war der letzte Treffer dieser Partie.

TSV Eching - Wieder geführt und wieder verloren: Der TSV Eching kassierte beim 1:2 (1:2) gegen den Aufsteiger FC Töging seine dritte Heimniederlage.

Dabei erwischte der TSV den besseren Start. „Wir sind gut in die Partie reingekommen und hatten ein paar viel versprechende Ansätze“, bewertete Co-Trainer Willi Kalichman die ordentliche Anfangsphase. Die Belohnung ließ auch nicht lange auf sich warten: Wie schon zuletzt in Dachau und im Derby daheim gegen Freising gelang dem TSV das frühe 1:0. Bei einem Eckball von Marko Juric verschätzte sich Gäste-Schlussmann Andreas Kronburger; Echings Zelimir Tosic bedankte sich am langen Pfosten mit dem 1:0 (10.).

Und die Zebras wollten nachlegen: Tosic schickte Fabijan Hrgota über den linken Flügel, der sich zwar gegen zwei gegnerische Defensivspieler durchsetzen konnte, von Keeper Kronburger aber nach Außen abgedrängt wurde. Hrgota flankte dennoch an den langen Pfosten, wo Tosic zur Stelle war, den Ball jedoch am Tor vorbei köpfte.

Nahezu aus dem Nichts dann der Ausgleich für die Gäste: Eine knappe halbe Stunde war absolviert, als Schiedsrichter Florian Wernz auf Strafstoß für den FC Töging entschied. David Tomasevic hatte versucht, einen langen Ball zur Ecke zu grätschen, kam allerdings den berühmten Bruchteil zu spät. Tögings Kapitän Benedikt Basslsperger übernahm die Verantwortung und schickte Keeper Mustafa Heß, den an der Schulter verletzten Alessandro Kestler vertretend, in die falsche Ecke – 1:1 (28.).

Absolut sehenswert war der Führungstreffer der Gäste. Zwar fand ein Freistoß von Markus Leipholz zunächst keinen Adressaten, doch den zu kurz abgewehrten Ball hämmerte abermals Basslsperger mit seinem elften Saisontor aus 18 Metern über Heß hinweg ins Zebragehäuse. Maximilian Preuhs kam zu spät und schaute dem Sonntagsschuss staunend zu. „Kein Vorwurf an Heß, der war kaum zu halten“, urteilte Kalichman über das 1:2 (38.).

Fortan tat sich der TSV schwer, produzierte zu viele Fehlpässe im Spielaufbau und wirkte phasenweise zu hektisch. „Engagiert war die Mannschaft schon“, erkannte Kalichman das nimmermüde Bemühen, „doch gerade der letzte Ball war oft der verkehrte“. Denn in der Tat blieben die Zebras auch nach der Pause das optisch überlegene Team und verfügte über mehr Spielanteile. Allerdings fiel der Elf von Alfred Ostertag ab ca. 25 Meter vor dem Gästetor zu wenig ein. „Wir haben keine einzige vernünftige Torchance in Halbzeit zwei erspielt“ kritisierte Kalichman. Das lag zum großen Teil auch an der Abseitsfalle des FC Töging, die immer wieder zuschnappte und den Versuchen der Echinger effektiv im Wege stand – wenn gleich der Assistent bei zwei Entscheidungen möglicherweise falsch lag. „Aber daran lag es sicher nicht“, so der Co-Trainer. „Wir müssen uns schon an die eigene Nase fassen“.

Die Gäste ihrerseits zeigten keinerlei Interesse, den Vorsprung auszubauen und strahlten auch bei Kontern kaum Gefahr aus. Vielmehr beschränkte sich der Aufsteiger auf das Verwalten der 2:1-Führung, was auch relativ unaufgeregt gelang.

Wer von den 120 Zuschauern zum TSV hielt, musste nach dem Abpfiff akzeptieren, dass die zwischenzeitliche Euphorie wieder verflogen zu sein scheint. Tabellarisch befindet sich Eching als aktueller Neunter komplett im Soll. Richtet man aber den Blick ein paar Plätze weiter nach unten, liegt der Abstand zu den Relegationsplätzen bei lediglich drei Zählern – und auch zum einzigen Abstiegsrang sind es „nur“ fünf Punkte.

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Quelle: fussball-vorort.de

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