Kalte Dusche für Fürstenfeldbruck

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Auf dem Hosenboden gelandet: Marco Lesczynski und sein SCF (blau-gelb) waren Sonthofen zwar ebenbürtig, mussten am Ende beim 0:1 aber Lehrgeld bezahlen.

SC Fürstenfeldbruck - Besonders heiß war der Bayernliga-Auftakt des SC Fürstenfeldbruck gegen Sonthofen nicht. Die Partie war wie die abendlichen Sommertemperaturen: lau. Umso kälter war die Dusche beim Gegentor zur 0:1-Pleite.

Von Andreas Daschner

„Das war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“, sagte ein Sonthofener Zuschauer kurz vor dem Schlusspfiff am Spielfeldrand. Der Allgäuer nahm damit auch schon die Analyse von SCF-Coach Roberto Fontana vorweg. Auch der sagte: „Eigentlich ein klassisches Unentschieden.“ Das entscheidende Wörtchen in beiden Analysen: eigentlich.

Uneigentlich waren die Sonthofener aber am Ende des Tages einfach die cleverere Mannschaft. Viele Torchancen erarbeiteten sich beide Teams nicht. Die beste auf Brucker Seite hatte noch Armin Lange. Bei seinem Kopfballversuch in der ersten Halbzeit verfehlte er mit dem Runden das Eckige aber doch recht deutlich. Ansonsten wehte im Brucker Sturm ein eher laues Lüftchen.

Wesentlich gefährlicher waren die favorisierten Sonthofener aber auch nicht. Genau genommen flog lediglich ein gefährlicher Ball auf das von Michael Beck gehütete SCF-Gehäuse – und der war drin. Der ansonsten nur mäßig beschäftigte und hier chancenlose SCF-Keeper hatte für die Szene nur das böse Sch...-Wort parat. „Mehr kann man dazu nicht sagen.“ Zum gesamten Spiel fiel dem Torhüter dann aber doch mehr ein. „Wenn man ehrlich ist: Wieviele Chancen hatten wir?“ Die rhetorisch gemeinte Frage beantwortete Beck gleich selbst: „Keine. Sonthofen hatte eine, und die haben sie gemacht. Damit haben sie im Endeffekt auch verdient gewonnen.“ Das ist umso ärgerlicher, zumal Beck den Gegner nicht zu unrecht als schlagbar einstufte.

Dazu hätten die Brucker aber offensiv noch einen draufsatteln müssen. „Wir brauchen vor dem Tor mehr Zutrauen“, forderte Fontana. Doch bis auf eine leidlich lebendige Anfangsphase der zweiten Halbzeit und eine Schlussoffensive mit drei gefälligen Eckstößen kam zu wenig. Stattdessen leistete der SCF sich den entscheidenden Fehler, als die gesamte Mannschaft den Torschützen unbedrängt seinen Sonntagsschuss abfeuern ließ. Dass man den Sonthofenern keinesfalls klar unterlegen war, wertete Fontana positiv. Aber: „Die Gegner werden nicht leichter.“ Überhaupt ließ ihn die gezeigte Leistung skeptisch in die Zukunft blicken. „Das wird eine schwierige Saison, aber das wussten wir vorher.“

Quelle: fussball-vorort.de

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