Kampfgeist wird belohnt

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Verbissen gekämpft hat die SpVgg Unterhaching in Bremen, hier Mijo Tunjic (l.), der Schütze des 3:1

Unterhaching - Der erste Auswärtssieg ist eingetütet: Die SpVgg Unterhaching hat sich bei der Reserve von Bremen II mit 3:1 durchgesetzt, lief aber zunächst einem Rückstand hinterher.

Na also, es geht doch! Die SpVgg Unterhaching am Freitagabend: ausgelassen, erleichtert, glücklich. Das 3:1 (0:0) bei Werder Bremen war mehr als der erste Auswärtssieg dieser Drittligasaison. Es hatte den Charakter eines Befreiungsschlags nach allerlei Misserfolgen. „Es war ein sehr wichtiger Sieg“, fand Torben Hoffmann, der den Ball zur 2:1-Führung eingeschoben hatte. „Wir alle können die Tabelle lesen, und es ist nicht unser Anspruch, dort unten zu stehen. Wir haben den Druck von außen schon gespürt.“

Trotz Sieg: Kein Wiesn-Besuch

Der Routinier erhofft sich nun „vielleicht einen kleinen Lauf“. Deshalb gab es nach der Rückkehr am Samstagvormittag (die Mannschaft hatte nach dem Spiel in Hannover übernachtet, war dann zurück nach München geflogen) auch keine Belohnung in Form eines Abstechers zur Wiesn – schließlich steht am morgigen Dienstag (19 Uhr) beim VfB Stuttgart II die nächste Bewährungsprobe an. Beginnt jetzt womöglich eine Positiv-Serie? Dafür spricht: Die SpVgg hat Moral bewiesen, nach einem 0:1-Rückstand nicht aufgesteckt, die Partie noch umgebogen. „Wir haben die drei Tore erzwungen, und man hat dabei gesehen, dass wir unbedingt gewinnen wollten“, so Hoffmann. Auch Torwart Darius Kampa strahlte: „Wir sind hochzufrieden über den Sieg, denn wir wussten um die schwierige Situation. Um dann aus so einer Phase herauszukommen, ist es oft auch nötig, Glück zu haben. Das war heute da.“

Der Kopf ist frei

Was die Hachinger in Bremen auszeichnete, war vor allem die psychische Stabilität. „Wir haben einige Chancen der Bremer überstanden und uns später gut zurückgekämpft“, resümierte Kampa. Die Strategie, kompakt zu stehen und ein frühes Gegentor zu vermeiden, ging auf – und das, obwohl Bremen gerade zu Beginn drei Riesenchancen hatte. „Wir haben zu Beginn Glück gehabt, kein Tor zu bekommen, und nach dem Rückstand Glück gehabt bei unseren Toren“, gab SpVgg- Trainer Klaus Augenthaler zu, dem eine gewisse Verunsicherung seiner Elf nicht verborgen blieb. „Weil wir uns eben erst finden müssen“, so Augenthaler. Entscheidend allerdings war: „Den Willen konnte man der Mannschaft nie absprechen, deswegen war der Sieg verdient. Die Spieler steckten nie auf, sondern haben immer gefightet. “ Glück hin, Glück her – für Augenthaler zählen allein die drei Punkte. „Wie der Sieg zustande kam, ist ganz egal. Die Hauptsache ist, dass er kam“, so der Trainer. Mit Blick auf die nächste Auswärtsaufgabe am Dienstagabend sagt er: „Wir hoffen, dass nun etwas mehr Sicherheit kommt und die Mannschaft Selbstvertrauen mit ins nächste Spiel gegen Stuttgart nehmen kann.“

von Martin Becker

Quelle: fussball-vorort.de

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