Im Topspiel gegen Pullach geht es um alles

Wie kann Garching Michi Hofmann bezwingen?

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„Auf Relegation haben wir keinen Bock“: Für Daniel Weber und den VfR zählt nur der erste Platz.

VfR Garching - Zweiter gegen Erster. Mehr als VfR Garching gegen SV Pullach (Sonntag, 15 Uhr, Seestadion) geht derzeit nicht in der Bayernliga. Die beiden ersten Favoriten für die Beförderung in die Regionalliga führen fast allen Statistiken der Liga an.

Garching – Der Sieger vom Sonntag ist nach dem Spiel Erster. Genau dieser erste Platz ist auch das Ziel des Garchinger Trainers Daniel Weber, den die wachsende Luft zu den Verfolgern ab Rang drei nicht so wirklich beschäftigt. „Auf Relegation haben wir keinen Bock“, sagt Weber nach dem Chaos des letzten Sommers, wo wegen der Abstiegsrelegation des TSV 1860 in der 2. Bundesliga bis direkt zur Saisonvorbereitung durchgespielt wurde. Aktuell stehen die Löwen ja wieder auf dem Relegationsplatz der 2. Liga und so ist eine Warte-Pause aller Releganten zwischen Regional- und Bayernliga nicht unwahrscheinlich.

In der Gesamttabelle liegt Pullach nach Punkten (51:50) vor Garching. Der VfR wiederum ist im Landkreiskracher Nord gegen Süd Erster bei den geschossenen Toren (51:47) und den am wenigsten kassierten Treffern (21:26). In beiden Ranglisten ist Pullach Dritter.

VfR-Trainer Daniel Weber hat aber auch noch einen Vorschlag für eine Statistik, die es offiziell so nicht gibt: die Bayernliga Tabelle mit Michael Hofmann im Pullach-Tor. Seitdem der ehemalige Zweitligaprofi und Ex-Trainer des Kirchheimer SC bei Frank Schmöller angeheuert hat, sind die Gelb-Schwarzen unbesiegt. 17 Spiele mit Hofmann bestritt Pullach und es gab noch keine Niederlage und nie mehr als zwei Gegentore. Das 0:0 zu Hofmanns Debüt gegen Garching war eines von fünf Unentschieden, die zumindest das komplette Pullacher Enteilen in der Tabelle verhindert haben. „In der Zeit hat Pullach auch ein besseres Torverhältnis als wir“, gibt Weber zu bedenken.

Seine Mannschaft hat nach einem Stotterstart in die zweite Saisonhälfte nun dank Glück und dem neuen Lieblingsgegner Heimstetten wieder in die Spur gefunden. „Manchmal musst du ein bisschen den Papst in der Tasche haben“, sagt Weber. Seinen Schützlingen hat er deutlich gemacht, dass Pullach die Einladungen zum Toreschießen möglicherweise nicht so verstreichen lässt, wie es zuletzt der Nachbar aus dem Landkreis-Osten getan hat.

Rechtzeitig zum Topspiel hat sich in Garching auch die Diskussion erledigt, wer in dem Team ein Tor schießen soll. Mit der neuen Nummer eins im Sturmzentrum Sebastian Loibl, dem immer besser ankommenden Alexander Rojek und dem wieder genesenen Mario Staudigl haben drei Offensive zuletzt getroffen. Nur die Nummer zwei der Liga-Torschützenliste Dennis Niebauer (18 Tore in 25 Spielen) hat 2016 noch Ladehemmung. Daniel Weber sieht es positiv, dass die Mannschaft auf dem Platz noch Potenzial hat, aber auch auf der Bank gute Alternativen sitzen.

„Das wird ein cooles Spiel“, sagt der Trainer voller Vorfreude auf einen Bayernliga-Festtag. Und dennoch betont Weber, dass die spannenden 90 Minuten von diesem Sonntag nur eine Episode der Meisterserie darstellen: „Der erste Platz entscheidet sich in den vielen Spielen gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.“

Voraus. Aufstellung: Maus – M. Niebauer, Gürtner, Mayer, Sück – Ball, de Prato – Staudigl, D. Niebauer, Rojek (Arzberger) – Loibl.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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