SVH kann Überlegenheit nicht nutzen

+
Nullnummer bei trübem Wetter: Valentin de la Motte und der SV Heimstetten belohnen sich nicht für ihre Leistung.

SV Heimstetten - Der SV Heimstetten hat den erhofften Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz verpasst: Beim 0:0 im letzten Spiel des Jahres gegen Nürnberg hadert der Regionalligist mit seiner Chancenverwertung – und dem Schiedsrichter.

Marco Bläser schwant offenbar Übles, denn er dreht sich ab. Mit angeknackster Nase lehnt der Stürmer des SV Heimstetten in Zivil an der Bande und verfolgt von dort, wie sich sein Kollegen im Regionalligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg II schlagen. In der 36. Minute jedoch wendet Bläser dem Rasen den Rücken zu – während 249 Zuschauer gebannt zum Elfmeterpunkt blicken.

Dort legt sich Dominik Schmitt die Kugel zurecht, nimmt Anlauf und fabriziert einen Kullerball, der es in jedes Fußball-Lehrbuch schaffen würde – als Rückpass. Mühelos pariert der Torhüter diesen Strafstoß, worauf ein kollektives Aufstöhnen durch den Sportpark hallt. Nun weiß auch Bläser: Sein SVH hat die große Gelegenheit zur Führung vergeben. Der Elfmeter bleibt die beste Chance der Platzherren bis zum Schlusspfiff; und weil auch den Gästen kein Treffer gelingt, endet dieses Kellerduell am letzten Spieltag des Jahres torlos 0:0.

„Wir hätten mit 5:0 gewinnen sollen“, zürnt Trainer Vitomir Moskovic. „Doch leider haben wir uns für eine tolle Leistung nicht belohnt.“ Mit dem ersten Teil seiner Analyse lehnt er sich freilich etwas zu weit aus dem Fenster, denn in den 90 Minuten bringt der SVH nicht mal fünf halbwegs gefährliche Schüsse aufs Tor. Seinem zweiten Satz hingegen kann auch der neutrale Beobachter zustimmen: Tatsächlich zeigt Heimstetten vor allem im ersten Durchgang etliche hochklassige Kombinationen, wie man sie länger nicht mehr im Sportpark gesehen hat.

Vom Start weg setzen die Gastgeber den Gegner früh unter Druck und kontrollieren die Partie. Allen voran auf der rechten Seite spielen Clemens Kubina und Memis Ünver die Nürnberger derart schwindlig, dass allein das Zusehen die frostigen Temperaturen vergessen lässt. Jenes Duo bereitet nach einer halben Stunde auch die größte Chance vor, an deren Ende ein Schuss von Daniel Steimel haarscharf am Pfosten vorbeizischt.

Wenig später senst Joel Keller in einer reichlich ungeschickten Aktion Sammy Ammari im Strafraum um. Die Folge: Elfmeter – den Schmitt jedoch kläglich vergibt. Und Nürnberg? Findet in der ersten Hälfte nicht statt. Erst nach dem Wechsel befreit sich die Profi-Reserve aus dem Würgegriff und hat nun ihrerseits zwei gute Chancen. Doch beide Male bewahrt ein glänzend aufgelegter SVH-Keeper Marijan Krasnic seine Elf vor dem Rückstand. Auf der anderen Seite zeigt Schmitt nach 75 Minuten, dass er durchaus über eine ausgefeilte Schusstechnik verfügt – auch wenn er das Ziel knapp verfehlt.

In der Schlussphase rückt das Spiel in den Hintergrund, weil SVH-Kicker und Fans vollauf damit beschäftigt sind, sich über den Schiedsrichter zu erregen – und seine zugegeben nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen. So sieht Sebastian Paul in der 78. Minute wegen einer angeblichen Notbremse Rot. „Dabei habe ich nur den Ball erwischt“, betont der Verteidiger.

Immerhin: Seine Kollegen halten sich zu zehnt schadlos, sodass die Partie torlos endet. Der SVH überwintert auf einem Relegationsplatz, ehe die Saison am 7. März fortgesetzt wird. Dann reist Heimstetten zum Tabellenführer Würzburger Kickers.

Werde Mannschaftsverwalter für dein Team!

Hol dir hier einen Zugang: http://statistik.fussball-vorort.de

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Tabu-Thema Geld: Bigalke spricht offen über sein Gehalt
Tabu-Thema Geld: Bigalke spricht offen über sein Gehalt
Pullacher Raben wollen die Löwen rupfen
Pullacher Raben wollen die Löwen rupfen
Pullach als erster Härtetest für 1860
Pullach als erster Härtetest für 1860
Pipinsried mistet aus - Sieben Spieler müssen gehen
Pipinsried mistet aus - Sieben Spieler müssen gehen

Kommentare