Kantar: "Das Derby hat keine Spuren hinterlassen"

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Mustafa Kantar (links) glaubt nicht, dass die Derby-Pleite Spuren hinterlässt.

TSV Eching - Trotz der Derby-Pleite steht der TSV Eching deutlich besser da, als es manche Skeptiker vor der Saison erwartet hatten.

Vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger FC Töging (Samstag, 15 Uhr) stellte sich Echings Kapitän Mustafa Kantar den Fragen von FT-Mitarbeiter Jochen Jürgens.

Vom Team der Vorsaison sind nur Sie, Max Preuhs, Eren Bircan und Fabijan Hrgota noch dabei. Wie bewerten sie den großen Umbruch im Sommer?

Kantar: Dass es eine schwere Saison wird, wussten wir. Unklar war halt, was für Spielertypen die vielen Neuzugänge sind und ob sie landesligatauglich sind. Doch der bisherige Verlauf macht mich glücklich. Ich hatte nicht erwartet, von den sechs Spielen vor dem Derby nur eins zu verlieren. Da war eine für Echinger Verhältnisse außergewöhnliche Konstanz zu sehen.

Dabei lief es sportlich anfangs verheerend. Der TSV stand zwischenzeitlich auf dem letzten Platz.

Kantar: Unser Trainertrio musste erstmal schauen, wer wo am Besten aufgestellt ist. Die wenigen Testspiele boten kaum Zeit, um zu Saisonbeginn die ideale Startelf zu haben. Vielmehr lernten wir von Spiel zu Spiel dazu. Beim 3:3 in Dachau hatte ich dann das Gefühl: Wow – die Mannschaft kann richtig was reißen.

Lässt sich eine Verbesserung benennen?

Kantar: Ja. Die Umstellung von Florian Bittner aus der Innenverteidigung auf die Sechserposition, die er zusammen mit Marko Juric ausfüllt. Die zwei sind der Wahnsinn und exakt die beiden Spieler, die ich mir auf der Position vorstelle.

Da waren sie als Kapitän der Mannschaft gefordert. Wie würden sie ihre Rolle beschreiben?

Kantar: Als gar nicht so wichtig. Wir hätten fünf, sechs Spieler, die den Job ebenfalls machen könnten. Auch ohne Binde übernehmen diese etwas älteren Spieler Verantwortung auf dem Platz.

Letzte Saison stand der TSV Anfang Oktober tabellarisch ebenfalls ganz passabel da, brach dann aber ein. Befürchten sie, dass sich so ein Szenario wiederholen könnte?

Kantar: Ausschließen kann ich das nicht. Das schlechte Wetter und die miesen Platzverhältnisse kommen erst noch. Das Gute aber ist, dass sich unsere junge Mannschaft alles hart erarbeiten muss. Darauf achten auch die Trainer. Nach dem Ausrutscher in Kirchheim waren wir eine Woche später gegen Ismaning wieder voll da. „Früher“ haben wir viel zu viel diskutiert.

Hinterlässt die Derbyniederlage gegen Freising nachhaltige Spuren?

Kantar: Nein. Auch gegen Freising haben wir eine Viertelstunde ordentlich gespielt. Bis zur Pause schenkten wir die Gegentreffer leichtsinnig her. Den meisten Spielern fehlte vielleicht der Derby-Gedanke, weil sie keinen Bezug zu dem Landkreis-Duell haben.

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Quelle: fussball-vorort.de

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