Steidle und Onyemaeke heiß auf Ex-Verein

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Sebastian Steidle trug in der vergangenen Saison noch das Thannhausener Trikot.

Fürstenfeldbruck - Auf zum zweiten Versuch: Nachdem das Landesliga-Heimspiel des SC Fürstenfeldbruck Anfang Oktober witterungsbedingt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen war, steht am heutigen Mittwoch, 19.30 Uhr, der Nachholtermin auf dem Programm.

Mit einem Sieg könnten die Brucker in der dann bereinigten Tabelle auf Platz zwölf vorstoßen – weg von den Abstiegsrängen. Thannhausen scheint schlagbar, der insolvenzbedingte Bayernliga-Absteiger verlor seine letzten vier Partien zum Teil deutlich. Besonders heiß auf die Partie dürften Brucks Torhüter Sebastian Steidle und Stürmer Wilson Onyemaeke sein, die beide vergangene Saison noch das Thannhausener Trikot getragen haben.

Ein anderes Augenmerk richten die SCF-Verantwortlichen wohl auf Schiedsrichter Maximilian Maurer aus Adlkofen, der heute die Partie leiten wird. Immerhin beklagten die Brucker zuletzt öfter, von den Unparteiischen benachteiligt zu werden. Trainer Dirk Teschke erinnert sich in diesem Zusammenhang an eine fragwürdige Freistoßwiederholung in Unterföhring und einen Schwalben-Elfer in Kottern, die den Bruckern wichtige Punkte gekostet haben. Auch mit etwas Abstand ist vor allem aber die Wut über die Leistung von Regionalliga-Schiedsrichter Matthias Zacher bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Burghausens Drittliga-Reserve noch nicht verraucht. Bei den SCF-Anhängern sorgten dessen fragwürdige Pfiffe noch Tage später für Diskussionsstoff. „Aber was willst du da machen?“ fragt sich SCF-Vize Eckard Lutzeier. Weil der Nußdorfer Referee Tatsachenentscheidungen gefällt hat, sind den Vereinsfunktionären die Hände gebunden.

Allerdings wundert sich Lutzeier über die Häufung der jüngsten Fehlentscheidungen. Er vermutet sogar eine systematische Benachteiligung und fühlt sich an das Bayernliga-Abstiegsjahr 2007 erinnert: „Da gab es auch auffällig viele Entscheidungen gegen uns. Damals wurden die Schiris intern angeblich sogar angehalten, nicht mehr in unserer Gaststätte zu essen.“ Zacher verzichtete am Freitagabend übrigens auch auf sein Mahl in der SCF-Wirtschaft. Ihn könnte aber auch die überkochende Volksseele unter den 120 Anhängern den Appetit verdorben haben.

Wenig Verständnis hatte Teschke übrigens schon vor dem Anpfiff für eine Entscheidung Zachers. Weil bei Spielbeginn ein schweres Gewitter über Bruck zog, wollte der Trainer den Anstoß um ein paar Minuten nach hinten verschieben. Zacher lehnte ab. Daraufhin mussten sich die Spieler aufwärmen, während Blitze über dem Stadion zuckten. Dabei war es erst in jüngster Zeit zu mehreren Blitzunfällen mit Personenschaden bei Fußballspielen gekommen.

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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