Kein Happy-End im großen Finale

Skicrosser Wilmsmann verpasst den großen Erfolg

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Ein Start zum Abwinken: Im großen Finale verpasste Florian Wilmsmann den Sprung auf die Medaillenränge und musste sich mit Rang vier begnügen.

Ein bisschen hat es den Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) gestern dann doch gewurmt. Da stand er nach glänzenden Vorstellungen mit drei Start-/Zielsiegen beim Weltcup im russischen Wintersport-Ort Sunny Valley im großen Finale der vier besten Athleten, in dem drei Medaillen vergeben werden, und ihm blieb letztlich nur – Blech.

„Das schmeckt eher nach einem bittersüßer Erfolg“, gab er unumwunden zu. Insgesamt war es freilich erneut ein sehr starker Auftritt des 23-jährigen Oberlandlers. „Auch wenn ich mich im ersten Moment geärgert habe, so kann ich dennoch mit meinem Gesamtresultat zufrieden sein.“

Ausgesprochenes Pech hatte er beim ersten Weltcup am Samstag im sibirischen Miass am Südural, als er nach einem Sturz bereits im Achtelfinale ausgeschieden war. Der Schweizer Jonas Lenherr, der Österreicher Robert Winkler und der Schwede Jonas Moeberg stürzten sich in diesem Heat zusammen mit Florian Wilmsmann in den technisch anspruchsvollen Kurs, der mit zahlreichen Elementen gespickt war, die man allesamt exakt erwischen musste, um durchzukommen. „Eigentlich lag ich da nach dem Start auf Platz zwei, ehe ich die Skienden von Lenherr touchiert habe. Beim anschließenden Versuch Winkler zu attackieren hat’s mich dann geschmissen. Das war‘s dann.“

So wurde er letztlich auf dem für ihn enttäuschenden Rang 27 gewertet. Am gestrigen Sonntag dann der große Auftritt von Wilmsmann, in dem er dreimal die sicherste Methode wählte, um einen Skicross-Heat zu gewinnen: einfach dem Feld vorausfahren und so allen möglichen Kollisionen aus dem Weg zu gehen.

Dies gelang ihm im Achtelfinale gegen den Kanadier Christopher Delbosco, die beiden Schweizer Timo Müller sowie Romain Detraz genauso wie im anschließenden Viertelfinale gegen – erneut – Delbosco, den Franzosen Arnaud Bovolenta und den Schweizer Marc Bichofberger. Das gleiche Spiel dann im Halbfinale, als er – wieder – Delbosco, mit Brady Leman einen weiteren Kanadier und den Schweizer Jonas Lenherr einfach hinter sich ließ. Damit stand Wilmsmann zum zweiten Mal nach dem Weltcup am Feldberg in einem großen Finale.

„In drei Runden sind mir heute hervorragende Starts geglückt. Nur dann, als die Podestplätze zum Greifen nahe waren, ging mein Start total in die Hose“, berichtet der Holzkirchner. Er kam über die gesamte Strecke bis ins Ziel nicht über einen vierten Platz hinaus.

Jetzt steht für Wilmsmann für die Saison 2018/19 nur noch das Weltcup-Finale am 17. März im Schweizer Veysonnaz auf dem Programm: „Alles das, was ich mir für die laufende Saison vorgenommen habe, ist mir heuer aufgegangen. Ich bin voll im grünen Bereich. So macht Skicross richtig Spaß.“

esc

Quelle: Merkur.de

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