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Haching-Ausverkauf: "Wollen keinen loswerden"

Unterhaching - Zum Jahresauftakt 2013 muss die SpVgg Unterhaching zum 1. FC Heidenheim. Stürmer Florian Niederlechner wird dann mit dabei sein – aber für welchen der beiden Klubs?

Dass es Anfragen für einige Spieler gibt, ist kein Geheimnis. Dass die SpVgg verkaufen muss, wenn der Preis stimmt, ebenso. Zu groß ist die finanzielle Lücke durch das Fehlen eines Hauptsponsors. „Dass unsere Spieler Begehrlichkeiten geweckt haben, ist klar“, sagt Teamchef Manuel Baum, „aber das ist in der anderen Richtung auch nicht anders. Auch wir schauen uns ja um.“

Alles also ein normaler Vorgang, „der bei uns in der Mannschaft vor dem letzten Wochenende noch nicht thematisiert worden ist“, betont Baum, „das sind legitime Überlegungen, die bei uns aber keine hohen Wellen schlagen und auch intern für keine Misstöne sorgen.“

Sicherstellen wollen die Unterhachinger Trainer aber, dass die fußballüblichen Mechanismen richtig kommuniziert werden: „Die Spieler sollen schon wissen, dass für sie alle große Wertschätzung vorhanden ist. Wir wollen keinen grundsätzlich loswerden. Das ist alles der Situation des Vereins geschuldet.“

Dass einige Kollegen möglicherweise sich schon in der Winterpause verabschieden, löst in der Mannschaft bisher keinen Neid aus, betont Baum und verweist auf das Beispiel Sascha Bigalke, der im August in die Zweite Liga wechselte: „Die jungen Spieler sehen das und denken: Hey, das kann mir genauso gehen. Also streben sie dem nach. Als Sascha das erste Spiel in Köln gemacht hat, saßen unsere Jungs alle zusammen vorm Fernseher und wollten sehen, wie er sich da macht. Eitelkeiten untereinander gibt es nicht.“

Fürs Mannschaftsgefüge hätten Abgänge ebenso wenig Auswirkungen: „In der Sommerpause sind zehn Spieler gegangen und wir haben es aufgefangen. So viele werden es jetzt nicht werden, also wird es uns auch nicht belasten.“

Ein üblicher Mechanismus ist es nun aber auch, dass gerade jungen Spielern durch Anfragen von zahlungskräftigeren Klubs – und das sind außer der SpVgg in den ersten drei Profiligen so ziemlich alle Vereine – der Kopf verdreht wird und damit die berühmten paar Prozent für den aktuellen Arbeitgeber fehlen. So will es Baum nicht stehen lassen, gibt aber zu: „Es menschelt bei uns zur Zeit ein bisschen. Vielleicht denkt der ein oder andere schon, dass der Erfolg auf ihn zurückzuführen ist.“

Daher sei es nötig, wieder etwas gegenzulenken: „Wir haben klargemacht, dass wir nur als Team zusammen richtig gut sind. In Unterhaching geht alles nur über das Kollektiv.“

Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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