Keine Lust auf Kokolores in Kirchanschöring

Zukunft unklar: Sebastian Nappo (vorne) möchte in den nächsten Jahren „so hoch wie möglich spielen.“ F: Riedel

Heimstetten – Seit dem Wochenende ist zweierlei in der Bayernliga Süd auch rechnerisch fix. Zum einen kann der SV Kirchanschöring nach dem 0:0 gegen Dachau auch theoretisch nicht mehr auf den Abstiegsrelegationsplatz abrutschen, hat den Klassenerhalt also geschafft. Zum anderen wird auch der SV Heimstetten sicher in der Bayernliga bleiben: Angesichts von zehn Punkten Rückstand auf den FC Pipinsried, der Stand jetzt in die Aufstiegsrelegation ginge, kann der SVH selbst im Idealfall nicht mehr an die Tür zur Regionalliga klopfen.

Ob von daher die Luft raus ist, wenn Heimstetten heute um 18.30 Uhr zum Nachholspiel in Kirchanschöring antritt? „Es wird wahrscheinlich nicht mehr so viel Feuer drin sein, wie es noch vor drei Wochen der Fall gewesen wäre“, sagt Manager Michael Matejka – einerseits. Andererseits habe keiner der beiden Klubs etwas zu verschenken: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Fußballer gibt, die eineinhalb Stunden im Bus nach Kirchanschöring fahren, nur um da Kokolores zu spielen.“

Zumal es ja noch das ursprüngliche Ziel des SVH gibt, auf das zuvorderst der im Sommer scheidende Trainer Borislav Vujanovic stets verweist. Es lautet: besser abschneiden als vergangene Saison, als Heimstetten die Runde als Sechster beschloss. Auf diesem Rang liegt der SVH auch zurzeit, jedoch könnte die Mannschaft durch einen Sieg in Kirchanschöring nach Punkten zum Fünften TSV Dachau 1865 aufschließen.

Derweil blicken die Verantwortlichen um den designierten Trainer Christoph Schmitt schon in Richtung kommende Saison. In dem 20-jährigen Christoph Mömkes aus Hallbergmoos steht wie berichtet ein erster Neuzugang fest. Zudem habe man zwei weitere Defensivspieler verpflichtet, sagt Michael Matejka, der jedoch keine Namen nennen will. Des Weiteren befinden sich laut dem Manager auf der Wunschliste: ein „aggressive leader“ fürs defensive Mittelfeld, ein Spieler für die Außenbahn und ein Angreifer.

Auf der anderen Seite stehe bislang bei keinem Heimstettner fest, dass er den Klub verlassen werde, sagt Matejka. „Es gibt aber einige Spieler, bei denen es auf der Kippe ist, weil sie hier zu wenig Einsatzzeit bekommen.“ Noch unklar ist auch die Zukunft des Doppel-Torschützen beim 3:3 in Ismaning, Sebastiano Nappo. Der 21-Jährige hat unlängst in einem Interview bekräftigt: „Ich möchte in den nächsten Jahren so hoch wie möglich spielen.“  ps

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Schäffer, Paul, Hintermaier, Thomik, Kubina, D. Schmitt, Steimel, Riglewski, Nappo, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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