Spielvereinigung macht in Anfangsphase alle klar

Keller-Derby: Höhenkirchen schießt TSV Hohenbrunn mit 3:1 ab

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Das Hinspiel verlor die Spielvereinigung Höhenkirchen (rot) noch mit 0:2 gegen den TSV Hohenbrunn (blau).

Geschenke hat Höhenkirchens Trainer Benjamin Vilus momentan keine zu verteilen – auch dann nicht, wenn auf der gegnerischen Bank gleich drei Geburtstagskinder sitzen.

„Es stand viel auf dem Spiel, sowohl für uns als auch für Hohenbrunn“, beschreibt Vilus die Ausgangslage vor dem Derby seiner Spielgemeinschaft gegen den TSV Hohenbrunn, das die Höhenkirchner 3:1 gewannen. Tatsächlich ist die Tabellensituation derzeit für beide Rivalen durchaus ungemütlich: Der Tabellen-13. aus Hohenbrunn steckt seit sechs Spieltagen auf den Abstiegsrängen fest, die Höhenkirchener auf Rang elf stehen ungleich besser da, zumal das Lazarett des Vilus-Teams mit gleich 13 Mann mehr als gut gefüllt ist.

Mit einer „zusammengewürfelten Truppe“ brauchte Höhenkirchen so einige Minuten, um gegen die Gäste aus Hohenbrunn ins Spiel zu finden. Dennoch benötigten die Hausherren keine zehn Minuten, ehe sie dem TSV den ersten Schlag versetzten. Nach einem Standard stieg Thomas Elberfeld am Höchsten und köpfte das Spielgerät über den Pfosten ins Gästetor (9.).

Nur Minuten später hatten die Gäste dann Pech, als ein Pressball genau im Lauf von Höhenkirchens Selcuk Ulu landete, der vor TSV-Keeper Domenic Romanowski, einem der Geburtstagskinder, die Nerven behielt und zum 2:0 (16.) einschob. Die zwei frühen Gegentreffer verfehlten ihre Wirkung bei den Hohenbrunnern nicht, die einzig durch einen abgefälschten Freistoß von Julian Glönkler für Gefahr sorgten. Doch der Schuss des zweiten Hohenbrunner Geburtstagskindes landete an der Latte. Auf der Gegenseite vergaben Ulu und Matthias Bogdanski den dritten Höhenkirchener Treffer.

Auch nach der Pause waren es zunächst die Gastgeber, die für Torgefahr sorgten, doch abermals ließ Ulu die Chance auf das 3:0 liegen. Und so machte es Felix Kratzer nochmal spannend. Nach wunderbarer Vorarbeit von Anton Wunder setzte sich der Stürmer gegen zwei Gegenspieler durch und schoss den Ball zum Anschlusstreffer in die Höhenkirchener Maschen (55.). „Das war unglaublich stark gemacht. Wir haben Felix das ganze Spiel im Griff gehabt, nur in dieser Situation nicht. So ein Spieler nutzt das dann“, musste auch Vilus lobend zugeben. Eine weitere Gelegenheit sein Können unter Beweis zu stellen erhielt Kratzer jedoch nicht. Stattdessen scheiterte Tim Barthmann wie sein Gegenüber Glönkler mit einem Freistoß an der Latte, ehe Marijan Vasic in der Nachspielzeit einen Konter der Hausherren zum 3:1-Endstand vollendete (90.+2).

„Die erste Halbzeit von uns war eine absolute Frechheit, da hat uns Höhenkirchen gezeigt wie es geht“, schimpfte TSV-Coach Sebastian Heidrich, der Dritte im Hohenbrunner Geburstagstrio, während Vilus eine kämpferisch und läuferisch starke Leistung seiner Mannschaft sah, „auch wenn fußballerisch noch Luft nach oben ist.“

Quelle: Merkur.de

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