Im Keller wird es für Pipinsried immer ungemütlicher

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Schwacher Trost: Ruben Popa erzielte den Ehrentreffer für den FC Pipinsried in Vilzing.

Das zurückliegende Wochenende ist für den FC Pipinsried überhaupt nicht nach Plan verlaufen. Während die Pipinsrieder ihr Auswärtsspiel bei der DJK Vilzing mit 1:4 verloren, konnten gleich mehrere Mannschaften aus dem Tabellenkeller punkten; so hat sich das Feld wieder eng zusammengeschoben.

Die Pipinsrieder stehen nach dem 19. Spieltag mit 22 Punkten nur aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Relegationsabstiegsplatz. Mit dem TSV Kottern (23), dem BCF Wolfratshausen (23), dem SV Kirchanschöring (22) und dem TSV Schwabmünchen (22) sind die Kellerteams eng zusammengerückt, auch die Mannschaften aus Bogen (19), Erlbach (18) und Hankofen- Hailing (18) befinden sich im Dunstkreis des FCP.

„Es ist genau so gelaufen, wie es nicht laufen sollte“, ärgerte sich der Pipinsrieder Trainer Bernd Weiss nach dem Spiel. „Viele Konkurrenten haben gepunktet – nur wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht.“ Das Spiel hätte für die Gäste aus dem Dachauer Hinterland schlechter nicht beginnen können. In der sechsten Minute erkämpfte sich der Pipinsrieder Defensivallrounder Tobias Heinzinger den Ball, allerdings landete sein Pass direkt beim Vilzinger Simon Ertl. Der DJK-Zehner setzte Sebastian Niebauer ein – und schon klingelte zum ersten Mal im Kasten von Keeper Thomas Zieger, der für den verletzten Georgios Blantis das Tor hütete. Und es dauerte nur elf Minuten, bis Zieger erneut geschlagen war. Diesmal verwandelte Tobias Kordick einen Foulelfmeter. Vorausgegangen war erneut ein Pipinsrieder Ballverlust, diesmal hatte sich Thomas Berger im Dribbling am eigenen Strafraum probiert.

In der Folge fanden die Pipinsrieder besser ins Spiel, gerade Thomas Berger war mit einigen Fernschüssen nah am Anschlusstreffer. Armin Lange traf sogar ins Tor der Vilzinger, doch sein Treffer wurde aufgrund einer Abseitsposition zurückgepfiffen. Gezählt hat hingegen das Tor von Ruben Popa, der sich nach einer Flanke gegen seine Gegenspieler durchsetzte und zum 1:2 ins Schwarze traf. Auch beim dritten Vilzinger Tor halfen die Pipinsrieder wieder ordentlich mit. Nachdem die Gäste den Ball an der Außenlinie vertändelt hatten, gelang Simon Ertl in der 54. Minute die Vorentscheidung. Den vierten Treffer für die Gäste erzielte der FCP dann auch noch selbst. Nach einem ruhenden Ball von der rechten Seite beförderte FCP-Innenverteidiger Markus Achatz den Ball in bester Mittelstürmermanier mit dem Kopf ins eigene Tor. „Das hat dann so richtig ins Bild gepasst. Wir haben ein Eigentor und drei halbe Eigentore geschossen“, stellte Weiss sarkastisch fest.

Der Pipinsrieder Trainer haderte nach dem Schlusspfiff mit dem alten Pipinsrieder Problem: „Nach vorne spielen wir schön, das kann sich wirklich sehen lassen. Aber was wir in der Defensive und vor allem in der Rückwärtsbewegung abliefern, dass ist larifari. Wenn man jeden fünften Ball zum Gegner spielt, bringt auch das schönste Offensivspiel nichts. Da müssen wir den Ball halt auch einfach mal nach vorne schlagen, auch wenn das nicht so schön aussieht. Einige haben immer noch nicht begriffen, dass wir uns im Abstiegskampf befinden.“ Auch FCP-Boss Konrad Höß, der nicht mit nach Vilzing gereist war sondern sich zeitgleich die Partie des TSV 1865 Dachau gegen Schwabmünchen anschaute, fand klare Worte: „Wir kriegen einfach viel zu viele Gegentore, auch diesmal wären einige zu vermeiden gewesen.

Da ist der aktuelle Tabellenstand keine Überraschung.“ Nachdem Pipinsried nun aus den drei Duellen gegen die direkten Konkurrenten aus Kirchanschöring (1:3), Kottern (4:2) und Vilzing drei Punkte geholt haben, erwartet der FCP am kommenden Wochenende den Tabellenfünften aus Unterföhring. Vielleicht finden die Pipinsrieder gegen ein Topteam wieder mehr Sicherheit, um die drei Punkte im Dachauer Landkreis zu behalten.

Quelle: fussball-vorort.de

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