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Kirchheimer SC jetzt Partner von 1860 München: Talentzentrum kooperiert mit Löwen-NLZ

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Von: Guido Verstegen

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Kooperation besiegelt: Die Vertreter des Kirchheimer SC (v.l.) Dominik Achilles (Jugendleiter), Christian Boche (Fußball-Abteilungsleiter), Robert Eckerl (Sportlicher Leiter), Petra Mayr (Vorsitzende) beim Gruppenbild mit den Vertretern des TSV 1860 (v.l.) Manfred Paula (NLZ-Leiter), Marco Haber (Leiter Talentsichtung), Christian Stegmaier (Koordination Partnervereine) und Dominik Strauch (Koordinator Aufbaubereich).	Foto: Kirchheimer SC
Kooperation besiegelt: Die Vertreter des Kirchheimer SC (v.l.) Dominik Achilles (Jugendleiter), Christian Boche (Fußball-Abteilungsleiter), Robert Eckerl (Sportlicher Leiter), Petra Mayr (Vorsitzende) beim Gruppenbild mit den Vertretern des TSV 1860 (v.l.) Manfred Paula (NLZ-Leiter), Marco Haber (Leiter Talentsichtung), Christian Stegmaier (Koordination Partnervereine) und Dominik Strauch (Koordinator Aufbaubereich). © Kirchheimer SC

Die Verantwortlichen haben das Ganze nun offiziell besiegelt: Seit dem 1. November arbeiten der Kirchheimer SC und der TSV 1860 München als Kooperationspartner im Nachwuchsfußball zusammen.

Kirchheim – Es war so einiges los am Nikolaustag: Während an der Grünwalder Straße nach dem 2:5 gegen den SC Magdeburg die Wellen hochschlugen und Kapitän Sascha Mölders beim Drittligisten suspendiert wurde, machten die Entscheider der Nachwuchsabteilung des TSV 1860 München auf der Sportanlage am Merowinger Hof Nägel mit Köpfen und brachten die Kooperation mit dem Kirchheimer SC auf den Weg.

Die KSC-Jugendleitung mit ihrem Talentausbildungszentrum (TAZ) und die Sechziger mit ihrem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) arbeiten zukünftig bei der Talentförderung eng zusammen.

Es ist die zweite Kooperation des Kirchheimer SC mit einem Großverein – der Klub hatte sich 2018 mal für ein Jahr mit den FC Ingolstadt zusammengetan –, und die Vereinbarung ist zunächst einmal auf zwei Spielzeiten ausgelegt.

Für den KSC war es ein großer Tag – und ein großer Bahnhof: Vom TSV 1860 waren NLZ-Leiter Manfred Paula, Marco Haber (Leiter Talentsichtung), Dominik Strauch (Koordinator Aufbaubereich) und Christian Stegmaier (Koordination Partnervereine) gekommen, den Kirchheimer SC vertraten die Vorsitzende Petra Mayr, Fußball-Abteilungsleiter Christian Boche, Jugendleiter Dominik Achilles und Robert Eckerl, der Sportliche Leiter Herrenfußball.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass der TSV 1860 München unseren Verein als Partner ausgewählt hat und sind zuversichtlich, dass beide Seiten von dieser Zusammenarbeit profitieren werden“, sagte Robert Eckerl. Der 54-Jährige war viele Jahre als Talentscout für die Löwen und zuletzt auch für den FC Ingolstadt tätig, gründete im November 2019 das TAZ und ist dort auch Trainer. „Wir sind schon so selbstbewusst, dass wir das als Bestätigung unserer guten Arbeit im Verein sehen.“

Der persönliche Kontakt war über Eckerl bereits da, im Sommer wurden erste konkrete Gespräche geführt – und nun hat der TSV 1860 nach dem TSV Gilching-Argelsried und dem ASV Dachau einen dritten Verein aus dem Münchner Umland zum Partner auserkoren. „Wir orientieren uns da in alle Himmelsrichtungen, und im Osten haben wir uns für den Kirchheimer SC entschieden“, sagte Christian Stegmaier, der seit Mai U14-Trainer des TSV 1860 ist und als hauptamtlicher Mitarbeiter unter anderem auch die Partnervereine der Löwen koordiniert.

„Ich kenne auch die andere Seite“, berichtete der 30-Jährige, der vom 1. FC Kaiserslautern zum TSV 1860 stieß, zuvor aber auch die U19 des TSV Gau-Odernheim betreute, der damals schon mit dem FCK kooperierte. „Es geht darum, dass wir gemeinsam wachsen und die Synergie-Effekte nutzen. Wir wollen das Know-how in den Partnervereinen verbessern und dann auch selbst davon profitieren.“ Es bestehe ein guter Draht und ein guter Austausch zum KSC, der seine Trainer zum einen als Hospitanten an die Grünwalder Straße schickt, zum anderen auch Trainer des TSV 1860 nach Kirchheim holt. Stegmaier: „Wir organisieren ja auch Talentsichtungstage vor Ort.“

Robert Eckerl ist sicher, dass die Kooperation „ein weiterer Baustein“ in der Entwicklung des TAZ ist, das inzwischen drei schlagkräftige Teams am Start hat: „Der Kirchheimer SC wird durch die Verbindung zum TSV 1860 für talentierte Spieler interessanter, unsere ohnehin gut ausgebildeten Trainer lernen dazu und womöglich stoßen Talente zu uns, die es bei den Löwen nicht ganz geschafft haben.“ Eckerl weiß, wovon er spricht: Sein Sohn Luca (21) – ebenfalls Coach im TAZ – spielte sechs Jahre in der Jugend des FC Bayern, ehe er zum Kirchheimer SC zurückkehrte und dort nun fürs Landesliga-Team aufläuft.

Dass solche Partnerschaften auch schnell Früchte tragen können, zeigt ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit – gerade erst habe sich ein Talent des TSV Gilching-Argelsried im Probetraining des TSV 1860 empfohlen und sei verpflichtet worden, erzählte Christian Stegmaier.

Langfristig soll sich durch die fortlaufenden Maßnahmen auf beiden Seiten die Qualität der Spieler und Trainer beim KSC verbessern, die Löwen haben so Kirchheims TAZ-Talente im Blick. Robert Eckerl: „Die Partnerschaft macht den KSC für Talente aus dem Landkreis interessant – und wir könnten die sportliche Heimat für Spieler sein, die auf dem Sprung zum NLZ sind oder es dort nicht gepackt haben.“ (GUIDO VERSTEGEN)

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