Alternative zu den Nachwuchsleistungszentren der Profis

Das TAZ in Kirchheim: KSC sucht die Stars von morgen

Blickpunkt-Sport-Moderator Markus Othmer (li.) mit der U14 des Kirchheimer SC. 
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Blickpunkt-Sport-Moderator Markus Othmer (li.) mit der U14 des Kirchheimer SC. 

Im November letzten Jahres eröffnete in Kirchheim das Talentausbildungszentrum. Dort können junge Kicker ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. 

  • Das Talentausbildungszentrum (TAZ) in Kirchheim bietet jungen Spielern die Möglichkeit, sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.
  • Robert Eckerl und sein Trainerstab wollen die Jungs und Mädchen vom Druck befreien und den Spaß am Fußball entfachen.
  • Die jungen Sportler bekommen die Chance, an internationalen Turnieren teilzunehmen und gegen die Nachsuchsteams von Profimannschaften anzutreten.

Es gibt bereits eine Menge Fußballschulen im Großraum München. Nun hat auch derKirchheimer SC eine Anlaufstelle für junge Talente gegründet, das TAZ. Spielerinnen und Spielern werden immer mehr Möglichkeiten geboten, damit sie ihren Lieblingssport auf einem hohen Niveau und unter professionellen Bedingungen ausüben können. In Kirchheim wird sehr viel Wert auf die individuelle Entwicklung gelegt und dementsprechend wird auch das Training angepasst. 

„Der Spaß steht an erster Stelle“

Die KSC-Talentschmiede sieht sich als Alternative zu den Nachwuchsleistungszentren der SpVgg Unterhaching, des TSV 1860 und des FC Bayern. Robert Eckerl, Gründer des TAZ und auch Trainer: “Wir wollen, dass die jungen Spieler sich auf hohem Niveau weiterentwickeln können, ohne das Druck auf ihnen lastet. Der Spaß steht an erster Stelle. Ziel ist es, die Lücke zwischen den ausschließlich leistungsorientierten Nachwuchsleistungszentren und dem Breitensport zu schließen“. 

Im November 2019 wurde das Projekt ins Leben gerufen. Im Moment ist nur der der leistungsstarke Jahrgang 2006/2007 am Ball. In den kommenden Jahren soll das Angebot auf die nachfolgenden Jahrgänge der Kirchheimer ausgeweitet werden. Die Talente spielen im Spielbetrieb als Kirchheimer SC, erhalten jedoch eine weitaus bessere Ausbildung als bisher. 

KSC möchte dem Nachwuchs etwas bieten

„Das Vereinsgefühl soll unbedingt erhalten bleiben“, verspricht Eckerl. Die Jungs und Mädchen bekommen die Chance, an internationalen Turnieren teilzunehmen oder gegen NLZ-Teams anzutreten. „Mit diesem „Angebot“ wollen wir versuchen, möglichst viele Spieler zu halten, aber selbstverständlich auch beim Sprung zu einem Profiverein helfen.“

Der Kirchheimer SC ist umgeben von guten Vereinen, deshalb war es den Verantwortlichen umso wichtiger, etwas Besonderes zu schaffen. „Man muss den eigenen Spielern etwas bieten, um sie zu halten. Wir wollen uns von den Vereinen im Münchner Osten abheben und eine Anlaufstelle bieten. Das TAZ war schon länger in Planung“. 

Noch keine Kooperation mit den Profi-Vereinen

Natürlich hat das Spezialtraining in Kirchheim seinen Preis, aber die finanziellen Unkosten sind niedriger als bei den meisten anderen Talentschmieden. „Das Geld brauchen wir für die spezielle Ausrüstung und die Trainer. Den Großteil finanzieren wir durch Sponsoren“, sagt Eckerl. Derzeit gibt es noch keine Kooperation mit den Schwergewichten Bayern, Haching oder Sechzig, doch der TAZ-Macher ist zuversichtlich: „Der Kontakt zu Großvereinen ist vorhanden.“ 

Das Angebot wird bisher gut angenommen. Viele der Kinder melden sich selbst bei den Verantwortlichen, doch Eckerl und seine Kollegen „sind immer auf der Suche nach Kids, die in unser Konzept passen“. Durch den Fernsehauftritt bei Blickpunkt Sport im Bayerischen Rundfunk und gute Leistungen bei Turnieren hat das TAZ seinen Bekanntheitsgrad bereits erhöht. 

Quelle: Merkur.de

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