Klassischer Arbeitssieg kurz vor Feierabend

- Mit einem 1:0-Zittersieg holte sich der FC Emmering am Samstagnachmittag im Kellerduell beim TuS Geretsried drei wertvolle Punkte gegen den Abstieg. Der Gastgeber und Bezirksoberliga-Absteiger läuft dagegen Gefahr, in die Kreisliga durchgereicht zu werden. Durch die erneute Niederlage bestehen so gut wie kaum noch Chancen auf den Ligaverbleib.

Doch auch für die Elf von Trainer Heinz Tochtermann ist der Klassenerhalt längst noch nicht in trockenen Tüchern. Am kommenden Donnerstag, 1. Mai, müssen die Schwarz-Gelben beim TSV Großhadern zum Nachholtermin antreten. Und da muss freilich weiter gepunktet werden.

Als klassischen Arbeitssieg stufte Tochtermann das Spiel ein und glaubt, dass nunmehr ein Quäntchen Druck von der Mannschaft genommen ist. "Die Einstellung hat gestimmt, nur beim Torabschluss waren wir nicht konzentriert genug. Zum Schluss lief uns die Zeit davon und wir wurden hektisch. Jetzt müssen noch drei Punkte in Großhadern her, dann wissen wir, wo wir dran sind."

In der Tat mussten Trainer, Betreuer und Emmeringer Anhang in Geretsried bis zum spielentscheidenden Treffer zittern, weil einmal mehr heraus gespielte Chancen sträflich vergeben wurden. Gegen äußerst harmlose Gastgeber ließen Christian Scherer, Alexander Boos und Kapitän Stephan Steinbeißer beste Gelegenheiten ungenutzt. Dazu hatte der aufgerückte FCE-Libero Martin Ufer Pech mit einem Kopfball, der an den Pfosten sprang. Bis zur Pause hätte der FCE gut und gern mit 3:0 in Führung liegen können. Nach dem Wechsel wachten die noch tiefer im Abstiegsstrudel stehenden Geretsrieder allerdings auf.

Die Tochtermann-Elf lief nun Gefahr, für das Auslassen der Chancen bestraft zu werden. In der 58. Minute die erste Schrecksekunde für Emmering, als Torhüter Florian Eckl, der wieder einen glänzenden Tag erwischt hatte, eine Granate von Tobias Schmidt mit den Fingerspitzen an die Unterkante der Querlatte lenkte.

Nachdem zehn Minuten später der eingewechselte Sascha Tochtermann und Christian Scherer frei vor TuS-Schlussmann Christian Eberl auftauchten, Scherer schließlich die Verantwortung übernahm, aber am gegnerischen Torwart scheiterte, bereiteten beide Emmeringer Spieler sechs Minuten vor dem Abpfiff den goldenen Treffer vor. Mit einer Körpertäuschung am Mittelkreis ließ der Trainersohn seinen Gegner aussteigen und bediente Scherer mit einem weiten Diagonalpass. Dessen genaue Hereingabe lenkte der eingewechselte Sebastian Jakob aus kurzer Distanz über die Torlinie.

Fast wäre den Platzherren in der Schlussminute allerdings noch der Ausgleich gelungen, als bei einem abgefälschten Freistoß von Christos Georgiadis das Leder am Außenpfosten landete.

Quelle: Merkur.de

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