100 kleine Özils für Haching

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Unterhaching - Die SpVgg will sich künftig verstärkt als Integrationsverein positionieren. Vor allem in der Türkei. TV-Bilder mit Kindern vom „ersten Integrationsgipfel“ sollen am Bosporus als Werbung dienen.

Die Knirpse reckten sich, um ihre Köpfe in die Kameras zu halten, begleitet wurden ihre Mühen von Wohlwollen. Kinder stehen in dem Ruf, ein gutes Vehikel zu sein, wenn man Botschaften unter die Leute bringen möchte, und so war es im Sinne der Erwachsenen, dass sich der Nachwuchs der Unterhachinger F- und E-Jugend in Szene zu rücken suchte. Die SpVgg will sich künftig verstärkt als Integrationsverein positionieren. Vor allem in der Türkei. TV-Bilder mit Kindern vom „ersten Integrationsgipfel“ (Klubchef Engelbert Kupka) sollen am Bosporus als Werbung dienen, um den Drittligisten bekannter zu machen. Über „kids to life“, die Stiftung des Schatzmeisters Anton Schrobenhauser, unterstützt man dort ab sofort auch ein Projekt für die Erdbebenopfer, das alles ist löblich – aber an der Basis wird weiter gegrummelt über den Sinn der Bestrebungen, sich der Türkei zuzuwenden.

Kupka dankte bei der Präsentation des Projekts Can Cobanoglu („du hast schon viel für uns gemacht“), doch bisher sind die Verdienste des Mannes nicht ersichtlich. Er wurde übrigens als Vizepräsident tituliert, gewählt wurde er allerdings noch nicht. Warum der Drittligist bei der Suche nach einem Sponsor so auf Cobanoglu vertraut, ist bis heute nicht zu enträtseln. Man hofft auf die Netzwerke des neuen Freundes in dessen Heimat. Allerdings tourte schon Türk Gücü einst durch die Türkei, wurde überall freundlich empfangen – und erhielt am Ende dennoch nichts Zählbares.

Um die Werbeeffekte zu erhöhen, war Egemen Bagis zu Gast bei der SpVgg. Der Minister für Europafragen der Türkei erklärte, über 100 türkischstämmige Talente würden bereits heute in Hachinger Jugendteams kicken, „daraus könnten viele kleine Mesut Özils erwachsen“. Der Real-Star gilt als Musterbeispiel für Integration. Und als einer, der sich nicht mehr recken muss, um von Kameras eingefangen zu werden. kk/awe

Quelle: fussball-vorort.de

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