Spiel eins nach Karriere-Ende des Abwehrchefs

Knauer-Schock überschattet Vorbereitung auf Spitzenspiel

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Maximilian Knauer muss auf Rat der Ärzte die Fußballschuhe an den Nagel hängen.

VfR Garching - Es gibt Dinge, die noch viel schlimmer als eine Niederlage sind. Der VfR Garching hat vergangenen Sonntag 0:1 gegen Pipinsried verloren, aber viel heftiger war diese Woche die Nachricht vom Karriereende bei Maximilian Knauer.

Die Partie am Samstag (15.30 Uhr) beim Tabellendritten Sonthofen ist das Spiel eins ohne den Abwehrchef.

Seit Jahren schon laboriert Knauer an Knieschmerzen und konnte deshalb in fast schon gewohnter Manier nur dosiert mitmachen in der Vorbereitung bei den Trainingseinheiten und den Testspielen. Die Wende brachte kürzlich ein Ärztekongress, bei der mehrere Sportmediziner einen Blick auf die Bilder von Knauers Knie warfen. Die Meinung war einhellig, dass der leidenschaftliche Kicker seine Karriere beenden sollte, wenn er in jungen Jahren noch um ein künstliches Knie herum kommen möchte. „Mit Ausfällen von Maxi habe ich gerechnet“, sagt sein Trainer Daniel Weber, „aber der Gefahr des sofortigen Karriereendes war ich mir nicht bewusst.“ Die Ärzte machten dem 26-Jährigen aber deutlich, dass jeder falsche Schritt sofort einen Kreuzbandriss bedeuten kann.

Knauer kann sich nun auf seinen Einstieg in die Laufbahn als Trainer konzentrieren mit der Tätigkeit als Assistenzcoach des FC Bayern II in der Regionalliga. Garchings Trainer Daniel Weber und Abteilungsleiter Franz Hölzl hoffen beide, dass Knauer der Mannschaft in irgendeiner Form erhalten bleibt, entweder, mit Spezialtrainings oder als Ratgeber.

Die Mannschaft reagierte unter der Woche mit einer „Jetzt-erst-recht“-Stimmung auf die Nachricht. „Natürlich ist es ein Faktor, wenn Bayerns bester Amateurfußballer weg ist. Unsere Chancen auf den Aufstieg sind jetzt um ein paar Prozent gesunken“, sagt Weber. Verloren ist aber noch gar nichts. Er vertraut auch dem neuen Verteidigerduo mit Florian Mayer und Tobias Gürtner. Eine Ersatzverpflichtung schließt Hölzl aus: „Wir sind bekannt dafür, nicht in wilden Aktionismus auszubrechen.“ Bei Ausfällen wären Georg Ball oder Mike Niebauer die Alternativen. „Toll finde ich die Optionen nicht gerade“, erklärt Coach Weber, der die beiden Spieler auf anderen Positionen sieht.

Nun beim Dritten Sonthofen könnte Fußball wieder ein Stück weit zum Glücksspiel werden. Im Allgäu liegt Schnee und deshalb kam am Freitag die Nachricht, dass die Spitzenpartie auf einem sehr kleinen Kunstrasenplatz ausgetragen wird. Weber bedauert es, dass diese Spiele nicht die sportlichen Bedingungen für großen Sport bekommen. Beim VfR ist auch der Einsatz des zuletzt kränkelnden Florian de Prato fraglich. 

Voraussichtliche Aufstellung: Maus – M. Niebauer, Gürtner, Mayer, Suck – Ball, de Prato – Vatany (Staudigl), D. Niebauer, Arzberger – Hauck.

Quelle: fussball-vorort.de

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