Brucker Torjäger im Vorort-Interview

Knecht: "Der SCF stand zu Unrecht in den negativen Schlagzeilen"

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Grund zum Jubeln gab es für Torjäger Marian Knecht(l.) gleich vier Mal gegen Dinkelsbühl.

SC Fürstenfeldbruck - Nach zuletzt unruhigen Zeiten konnte der SC Fürstenfeldbruck mit einem klaren 7:2 gegen Dinkelsbühl Abstand zu den Abstiegsrängen gewinnen. Großen Anteil daran hatte Stürmer Marian Knecht, der vier Treffer beisteuerte.

"Hohn und Spott" nach dem peinlichem Pokalaus gegen A-Klassist Alling und die harte Realität des Abstiegskampfes in der Landesliga Südwest: Für den SC Fürstenfeldbruck läuft es diese Saison wirklich nicht rosig. Aber ein deutliches Ausrufezeichen konnten die Brucker Kicker mit dem 7:2-Kantersieg gegen Dinkelsbühl setzen, durch den sie sich vorläufig aus den Abstiegsrängen verabschiedet haben. Mit vier Treffern war Stürmer Marian Knecht der Mann des Tages. Der Angreifer spricht im Vorort-Interview mit uns über diese besondere Leistung und den mannschaftlichen Umgang mit medialer Kritik.

Mit vier Treffern warst du gegen Dinkelsbühl der überragende Mann auf dem Platz. Hast du schon jemals solch einen Moment als Fußballer erlebt?

Tatsächlich ist mir ein Viererpack in einem Pokalspiel gegen Greuther Fürth in der E-Jugend gelungen, im Herrenbereich war allerdings bei drei Toren Schluss. Es kommt also leider nicht so oft vor, ich hatte wirklich einen guten Tag erwischt. Ich glaube, ich werde mich gerne an dieses Spiel zurückerinnern.

Beschreibe uns das Lewandowski-Gefühl: Wie ist es, nach vier Hütten vom Platz zu gehen?

Das Lewandowski-Gefühl kenne ich leider nicht, da mir dazu ein Tor gefehlt hat. (lacht) Nein, Spaß beiseite: es war ein wirklich toller Moment. Als Stürmer freut man sich über jedes Tor. Und wenn dir dann gleich vier in einem Spiel gelingen, ist es ein perfekter Tag. Ich muss dazu sagen, dass ich nach dem vierten Tor immer noch hungrig auf ein Weiteres war. Immerhin klingt fünf doch besser als vier Tore, oder?

Du spielst bereits deine dritte Saison in Bruck. Jetzt drehst du so richtig auf. Warum kommt der Höhenflug erst jetzt?

Die ersten zwei Saisons waren für mich leider von Verletzungen geprägt, auch zu besonders ungünstigen Zeitpunkten. Beispielsweise habe ich nach einer guten Vorbereitung die ersten zwei Spiele verpasst. Zudem habe ich dieses Jahr einen anderen Stellenwert in der Mannschaft als letztes Jahr. Ich fühle mich wohler und das Umfeld passt. Ich bin körperlich fit und möchte der Mannschaft helfen. Ich versuche, eine konstante Leistung abzurufen und da weiterzumachen, wo ich am Samstag aufgehört habe.

Beim SCF ist es ein ständiges Auf und Ab. Wie kannst du dir folgende Schlagzeilen erklären:Hohn und Spott für Fürstenfeldbruck nach Sparkassen-Cup"  oder „Bruck: Nach Cup-Blamage eine Punktspiel-Sensation"? Wie geht ihr als Mannschaft mit dieser schwierigen Situation um?

Naja, wie soll man mit solchen Schlagzeilen schon umgehen? Meiner Meinung nach, nicht zu ernst nehmen und abhaken. Ich finde, der SCF stand zu Unrecht in den negativen Schlagzeilen. Beim Spiel gegen Alling haben wir alle ein rabenschwarzen Tag erwischt, dazu hat es uns auch noch an der Einstellung gefehlt. Jeder Fußballer kennt solche Tage, an denen einfach nichts gelingen mag. Und so kann es auch mal passieren, dass man gegen einen weitaus unterklassigen Gegner verliert. Wir haben uns nicht unterkriegen lassen und haben die richtige Antwort geliefert. Der Sieg gegen Ichenhausen zeigt, welches Potenzial in unserer jungen Mannschaft steckt. Wir haben die taktischen Vorgaben eingehalten und das Spiel diszipliniert zu Ende gebracht. Als Mannschaft versuchen wir, die Fehler zu minimieren und von Spiel zu Spiel denken.

Quelle: fussball-vorort.de

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