5:2 - Knoten beim VfR Garching platzt

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Befreiender Jubel: Gerrit Arzberger macht mit seinem Treffer zum 4:1 endgültig alles klar.

VfR Garching - Die Krise endete mit einer Explosion. Der VfR Garching vermöbelte in der Regionalliga den FC Schweinfurt mit 5:2 (3:1).

Für eine Mannschaft, die zuletzt keine Tore schoss, ist ein 0:0 eher wertvoll. Aber auch diesen Wert hatte der VfR in seiner ersten echten Regionalliga-Krise nach gerade einmal 120 Sekunden aus der Hand gegeben. Nach einem zu kurz abgewehrten Kopfball von Daniel Suck hatte Daniel Mache leichtes Spiel, das 0:1 freistehend zu erzielen.

Die Aufgabe war nun klar, dass es Tore brauchen würde für ein Ende der Serie mit fünf Niederlagen. Trainer Daniel Weber hatte davor gesagt, dass es in solchen Phasen auch mal den Pfosten brauche oder seine Jungs den Gegner anschießen müssen. Mit dem Pfosten versuchte es in der 11. Minute Stefan Prunitsch, doch der Ball sprang zurück ins Spiel. Eine Minute später klappte dann die Variante anschießen. Schweinfurt ließ einen zentralen, mäßig gefährlichen Ball nach vorne abprallen und Michael Weicker sagte Dankeschön.

Nun war der bei Fußballern auch gerne angesprochene Knoten geplatzt und Garching ließ die Franken beim Hochsicherheitsspiel vor überschaubarer Kulisse recht alt aussehen. Gerrit Arzberger machte das 2:1 mit einem abgefälschten Distanzschuss (17.). Beim dritten Treffer von Dennis Niebauer reichte ein Diagonalball von Gerrit Arzberger, um die Hintermannschaft der Gäste in alle Einzelteile zu zerlegen (25.).

Dazwischen gab es in einem hoch unterhaltsamen Fußballspiel noch einen Elfmeter. Der war umstritten, weil das Handspiel von Lucas Genkinger eher Schulter und damit regulär war. Torwart Sebastian Seibold spielte daraufhin Gerechtigkeit und wehrte den in die Tormitte gedroschenen Elfer ganz stark über die Latte ab (24.). Die nächste Großtat war eine spektakuläre Klärung auf der Linie von Daniel Suck (40.). Damit hatte er auch seinen Patzer vom 0:1 wieder vergessen gemacht.

Im Fußball geht alles ganz schnell und auf einmal hatte der VfR auch wieder das Glück auf seiner Seite. In der 47. Minute schob Schweinfurt gewaltig an und Tobias Gürtner kratzte einen Richtung Tor kullernden Ball gerade noch so von der Linie. Im Gegenzug lief der Ball gut und nach dem Abschluss von Gerrit Arzberger brachte das Kurzpassfestival das 4:1.

Typisch Fußball. Und nun gelang alles. Beim nächsten Angriff marschierte der Garchinger Sechser Georg Ball mit vor in den gegnerischen Fünfmeterraum und staubte in Mittelstürmer-Manier ab. Spätestens jetzt war der Frust vergessen aus den zuletzt fünf Spielen mit nur einem geschossenen Tor.

Aus dem nicht in den kühnsten Träumen erwarteten Spielstand entwuchs aber eine Sorglosigkeit, die erst ein unnötiges Foul und dann ein Freistoßtor brachte (5:2/58.). Die letzte halbe Stunde blieb dann torlos, aber unterhaltsam mit mehreren Großchancen auf beiden Seiten. Auch ein 8:5 für Garching wäre in der Partie logisch gewesen.

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Quelle: fussball-vorort.de

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