K.o. in der Nachspielzeit

- Weilheim - Irgendwie hatten die Weilheimer das alles schon einmal erlebt: Die Pullacher Spieler lagen sich jubelnd in den Armen, sie selbst hockten bedröppelt auf dem Rasen. Wie schon im Hinspiel (1:2) hatten die Schützlinge von TSV-Spielertrainer Martin Kindermann den Spitzenreiter am Rand einer Niederlage, standen am Ende aber mit leeren Händen da. Besonders bitter: Diesmal fiel der entscheidende Gegentreffer erst in der Nachspielzeit.<BR>

Pullachs Torschütze vom Dienst, Orhan Akkurt, war es, der in der 92. Minute - zugleich die letzte Aktion der Partie - im Strafraum aus spitzem Winkel an Freund und Feind vorbei zum 4:3 traf. "Da war jeder schon ziemlich deprimiert", beschrieb Weilheims Sprecher Wolfgang Mini die Stimmung bei den Gästen. Kurz vor dem Gegentreffer hatte Mike Stibich den Weilheimer Siegtreffer auf dem Fuß gehabt, war in aus- BEZIRKSLIGA sichtsreicher Position aber gescheitert (87.).<P>Zumindest einen Punkt hätte der TSV verdient gehabt. Insbesondere in der ersten Hälfte zeigten die Weilheimer eine sehr disziplinierte Leistung. Nach Flanke von Kindermann traf Yüksel Yapi früh zum 1:0 (10.). Anschließend lenkte Pullachs Torwart einen 22-Meter-Freistoß von Michael Berndt gerade noch um den Pfosten (27.). Die erste Pullacher Möglichkeit hatte Bayram Kackin, dessen Schuss von Libero Steffen Thiel im letzten Moment abgeblockt wurde (30.). Kurz darauf das 2:0: Einen Freistoß von Berndt ließ Pullachs Keeper Harald Dax abklatschten, vom Boden sprang der Ball ins Tor (32.). "Ein Geschenk", so Mini.<P>Wenig später reagierte auf der anderen Seite Ludwig Spitzer bei einem 20-Meter-Schuss Andreas Felsners glänzend (34.). 60 Sekunden später erwischte der Ex-Fürstenfeldbrucker den TSV-Torwart allerdings auf dem falschen Fuß und verkürzte auf 1:2. Eine Unachtsamkeit in der Weilheimer Hintermannschaft nach einer Ecke nutzte noch vor der Pause Akkurt zum 2:2 (40.).<P>Nach dem Wechsel machte der SVP Druck, Weilheim zeigte schöne Konter. Einen dieser Gegenzüge über Steffen Thiel schloss Stanislav Krotak zum 3:2 ab (60.). In der Folge setzte vor allem der SVP in der Offensive Akzente. So zielte Karsten Teschke aus zehn Metern drüber, Akkurt verfehlte den Ball und Felsner scheiterte an Spitzer. "Grundsätzlich stand Weilheim aber gut", so Mini. Neun Minuten vor dem Ende jedoch half das alles nichts, als Felsner, dem der Ball nach einem Zweikampf mit Alwin Gerber vor die Füße sprang, mit einem unhaltbaren Schuss zum 3:3 traf (81.). ph<P>

Quelle: Merkur.de

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