Weber: "Ich will nicht jammern"

VfR kommt vor dem Derby auf dem Zahnfleisch daher

„Dieses Spiel war noch nie der große Klassiker und Derbystimmung habe ich da auch noch nie richtig gespürt“: Garchings Trainer Daniel Weber Foto: Dieter Michalek

Der normale Regionalliga-Alltag von Daniel Weber besteht darin, mit Videostudium die Gegner zu analysieren und Schwachstellen im System zu finden. Beim FC Unterföhring, dem abgeschlagenen und noch sieglosen Letzten der Liga, gäbe es wahrlich genug zu finden. Aber Webers Suche ist aktuell eine andere. Er fahndet nach elf einigermaßen einsatzfähigen Spielern in seinem Kader.

„Ich will nicht jammern“, sagt Weber, aber derzeit bleibt ihm nicht viel übrig. Aussichtslos ist ein Einsatz bei Daniel Suck (Bänderriss), Florian Mayer, Dominik Hepp (beide verletzt) und Semi Belkahia (gesperrt). Und dann kommen bedingt einsatzfähige bis höchst fragliche Kicker wie Dominik Hepp, Florian Pflügler, Stefan de Prato, Mario Staudigl (alle angeschlagen), Manuel Eisgruber, Lirim Kelmendi und Tobias Grill (Rekonvaleszenten nach Verletzungen). Das Programm für den Spieltag ist zweigeteilt für Weber: „Am Samstagvormittag werde ich herum telefonieren und bei den bereiten Spielern machen wir in Heimstetten vor dem Spiel die letzten Tests.“ Der Coach geht schwer davon aus, dass er bei der ersten Elf nicht die großen Wahloptionen bekommen wird.

Aber das grüne Licht des einen oder anderen Kickers ist auch nur mit Vorsicht zu sehen. Niemand weiß, wer wie lange spielen kann. Und auch in diesem Spiel darf Weber nur dreimal wechseln.

Der mutmachende Fakt vor dem Nachbarschaftsduell sind die 20 Punkte. Von einem übermäßigen Druck will Daniel Weber auch nach drei Niederlagen zuletzt in Serie nichts wissen: „Ein Endspiel hat vielleicht der FC Unterföhring. Sie wären sehr zufrieden, wenn sie in der Winterpause die 20 Punkte hätten, die wir schon gesammelt haben.“ Deshalb bleibt es bei der normalen Regionalliga-Bedeutung „mit einem Spiel auf unserem Weg und einem, das wir natürlich gerne gewinnen möchten.“ Daniel Weber rechnet damit, dass die Mannschaft mit dem größeren Siegeswillen die Punkte einsacken wird.

Unterföhring ist für Weber ein Gegner aus der Nachbarschaft, aber nicht der Megarivale: „Dieses Spiel war noch nie der große Klassiker und Derbystimmung habe ich da auch noch nie richtig gespürt“. Der VfR-Trainer freut sich vielmehr auf den Spielort in Heimstetten, „weil die einen guten Platz und ein schönes Stadion haben“. Zum SV Heimstetten haben die Garchinger eine ganz andere Rivalität. Aber dieses Landkreisduell könnte es ja nächste Saison wieder geben.

Voraussichtliche Aufstellung: Fritz, Durrans (Weicker), Pflügler, Göpfert, Salassidis, M. Niebauer, D. Niebauer, Tugbay, Tunc, Staudigl (Kotani), Eisgruber (de Prato).

Quelle: fussball-vorort.de

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