SCF mit konzentrierter Defensivleistung zum Sieg

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Marian Meier geht hier zu Boden. Am Ende aber waren die Brucker obenauf.

SC Fürstenfeldbruck - Doppel-Premiere für den SC Fürstenfeldbruck: Der 2:0 (1:0)-Erfolg gestern beim SV Egg an der Günz war nicht nur der erlösende erste Saisonsieg für die Brucker. Es war auch der erste Dreier, den die Brucker aus dem Allgäu mitbringen.

Man konnte die Steine förmlich sehen, die den SCF-Akteuren mit dem Schlusspfiff von den Herzen fielen. Im sechsten Anlauf hat es endlich mit dem ersten Saisonsieg geklappt. Das Kuriose dabei: „Wir haben auch nicht besser oder schlechter gespielt, als in den Spielen zuvor“, sagt SCF-Trainer Tarik Sarisakal. Was diesmal aber den Ausschlag für den positiven Ausgang gegeben hat, erklärt der Übungsleiter so: „Wir waren hochkonzentriert und im Mittelfeld etwas griffiger.“

In der Tat: In den vergangenen Spielen hatte der SCF immer Phasen, in denen man etwas zu weit vom Gegner entfernt stand. Diesmal sparten die Brucker diese Schwäche aus. Zwar hatten die Gastgeber aus Egg vor allem nach dem 2:0 ihre Drangphasen. „Aber diesmal hatte ich nie das Gefühl, dass etwas anbrennen wird“, so Sarisakal.

Überhaupt konnte sich der Coach diesmal auf seine Gefühlswelt verlassen. Denn schon vor dem Anpfiff erklärte er selbstbewusst: „Heute habe ich ein gutes Gefühl.“ Das dürfte noch besser geworden sein, als Andreas Beinhofer nach knapp 20 Minuten in den Strafraum eindrang und dort unfair von Eggs Keeper Philipp Stölzle von den Beinen geholt wurde. Der ansonsten äußerst schwache Schiedsrichter Peter Karmann aus Wertingen lag in dieser Szene zumindest goldrichtig, als er auf den Elfmeterpunkt deutete. Geburtstagkind Christian Rodenwald – er wurde gestern 26 Jahre alt – schnappte sich den Ball und beschenkte sich selbst mit dem 1:0. Nicht allerdings ohne kurze Schrecksekunde, denn Stölzle war den Fingerspitzen noch am Leder, konnte das Tor aber dennoch nicht verhindern.

In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Doch die Brucker Abwehr stand diesmal weitgehend sicher. Und kam doch mal ein Egger durch, dann gesellte sich Fortuna auf die Seite der Brucker und bescherte den Gastgebern einen schwachen Abschluss oder einen ungenauen finalen Pass.

Die Vorentscheidung gelang schließlich Nickoy Ricter knapp zehn Minuten nach dem Seitenwechsel, als er nach einem Querpass alleine vor dem leeren Tor stand. Er musste nur noch zum 2:0 einschieben, was bei seinem Coach Glücksgefühle auslöste: „Die Mannschaft hat heute viel investiert und wurde endlich einmal dafür belohnt. Die Relation stimmt diesmal, und deshalb bin ich zufrieden.“ Erst recht, weil der SCF mit dem Erfolg vorerst die Abstiegsränge hinter sich gelassen hat.

Quelle: fussball-vorort.de

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