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Lokalrivalen werden Teamkollegen: SV Buch und FC Forstern fusionieren

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Von: Tobias Fischbeck

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Einst erbitterte Rivalen, jetzt Teamkollegen: der SV Buch um Robin Volkmer (liegend) und der FC Forstern um Markus Estermann (fliegend).
Einst erbitterte Rivalen, jetzt Teamkollegen: der SV Buch um Robin Volkmer (liegend) und der FC Forstern um Markus Estermann (fliegend). © Christian Riedel

Eine Tradition geht zu Ende, ein neues Kapitel in Forstern und Buch wird aufgeschlagen.

Buch/Forstern – Sowohl für den SV Buch als auch für den FC Forstern war es eine Fußballsaison zum Vergessen. An deren Ende stand, auch personell bedingt, der Abstieg der Bucher von der Kreisklasse in die A-Klasse und der Abstieg der zweiten Forsterner Mannschaft von der A- in die B-Klasse.

Eigentlich. Denn absteigen muss ein Großteil der Spieler beider Teams jetzt doch nicht. Mit einem Trick funktioniert es: In ihrem Unglück schließen sich die Lokalrivalen zusammen, und so kann ein Teil der Bucher weiterhin in der Kreisklasse spielen und die Spieler der Forsterner Zweiten in der A-Klasse.

SV Buch: kein einziger Sieg in der Saison

Der SV Buch hatte aufgrund von personellen Problemen bereits vor der Saison seine zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet. Aber personell wurde die Lage eher noch schlechter, sodass die einzige Bucher Mannschaft nach einer deprimierenden Runde in die A-Klasse abgestiegen ist. Kein Spiel wurde gewonnen, nur dreimal erreichte das Team ein Unentschieden. Forstern stieg mit seiner zweiten Mannschaft als Tabellenvorletzter in die B-Klasse ab.

So spielt nun das fusionierte Team als SG Buch/Forstern 2 künftig in der A-Klasse 7. Die erste Forsterner Mannschaft, die den Klassenerhalt in der Kreisklasse geschafft hat, geht in der kommenden Saison verstärkt mit Spielern der letztjährigen Bucher Abstiegsmannschaft, weiter als FC Forstern in der Kreisklasse 4 an den Start. So wird der Abstieg für diese Spieler geschickt umgangen.

Personalsorgen gehören jetzt der Vergangenheit an - Guggenberg und Wall werden Trainer

Mit nur mehr 13 potenziell verbleibenden Spielern sei in Buch kein eigenständiger Spielbetrieb mehr möglich gewesen, erklärt Forsterns Pressesprecher Albert Bowinzki, und auch die 28 Spieler für zwei Mannschaften in Forstern seien „kein sehr komfortables Polster gewesen, um sorgenfrei in eine neue Saison zu starten“. Mit dem Zusammenschluss gehören die Personalsorgen jetzt der Vergangenheit an.

Die Trainer der beiden Mannschaften stehen bereits fest. Den FC Forstern in der Kreisklasse übernimmt ab der neuen Saison Florian Guggenberger, der zuletzt die Forsterner Damenmannschaft trainiert hatte. Guggenberger folgt auf Jürgen Kasper. Insgesamt vier Spieler der Bucher Abstiegsmannschaft sollen in den Kader integriert werden. Ziel sei laut Bowinzki, die Saison im oberen Mittelfeld abzuschließen. Die SG Buch/Forstern 2 wird in der A-Klasse von Benny Wall trainiert. Dieser hatte bereits in der abgelaufenen Saison die zweite Forsterner Mannschaft betreut. Man wolle „so schnell wie möglich den Klassenerhalt fix machen“, sagt der Forsterner Pressechef.

Sowohl Training, als auch Spiele finden abwechselnd in Buch und Forstern statt

Auch beim Training und bei der Austragung der Spiele einigten sich beide Vereine auf einen gemeinsamen Weg. Sowohl Forstern 1 als auch die SG werden ihre Heimspiele abwechselnd in Forstern und Buch austragen, damit die Anhänger beider Vereine in den Genuss von „echten“ Heimspielen kommen. Und auch beim Training wird abgewechselt: Das Dienstagstraining beider Mannschaften findet jeweils in Buch, das Donnerstagstraining in Forsten statt.

„Wir freuen uns auf die Zukunft mit dem SV Buch. Denn nicht nur sportlich, sondern insbesondere menschlich haben wir tolle Leute gewonnen und können perspektivisch ein super Fußballangebot im Herrenbereich bieten, das auch den vielen fußballbegeisterten Jugendlichen in Forstern und Buch zu Gute kommen wird“, stellt der Forsterner Fußball-Abteilungsleiter Marc Lindenblatt optimistisch fest.

Michael Simon., aktiver Spieler und Vorstandsmitglied des SV Buch sagt, er sei „wehmütig“, weil man keine eigene Mannschaft mehr stellen habe können. „Aber insgesamt ist das natürlich ein interessantes Projekt, das für die Zukunft eine gute Grundlage und Potenzial für den Fußball in den Gemeinden bieten kann.“ Der nun größere Kader belebe den Konkurrenzkampf und werde dazu beitragen, „dass sportlich neue Reize gesetzt werden können“.

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