Kopec belohnt Brucks Arbeit

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Torwart Maximilian Knobling streckte sich vergebens. Erst der Pfosten verhinderte, dass der SCF nach einem Strafstoß mit 0:1 in Rückstand geraten wäre.

SC Fürstenfeldbruck - Der erste Saisonsieg des SC Fürstenfeldbruck ist perfekt. Für die Landesliga-Gastgeber war der 3:2 (2:0)-Erfolg eine wahre Gefühlsachterbahn, ehe Karol Kopec mit seinem Siegtreffer in der Nachspielzeit alle Jubel-Dämme brechen ließ.

Dass der polnische Angreifer auch in der 92. Minute noch hellwach war, bescherte dem SCF nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt den ersten Dreifach-Punktgewinn. Als jeder der rund 150 Zuschauer schon mit einer Punkteteilung gerechnet hatte, tankte sich Kopec auf der linken Seite durch und zog in den Strafraum. „Ich wollte eigentlich auf Michael Dietl flanken“, erklärte der Stürmer hinterher. Doch auch Kissings Torhüter Robin Scheurer erkannte den Plan des Polen. Der Keeper machte einen Schritt nach vorne, um die geplante Flanke abzufangen – und verspekulierte sich. „Ich habe gesehen, dass er den Schritt macht und bumm“, sagte Kopec strahlend. „Bumm“ bedeuete schlichtweg, dass er das Leder trocken direkt ins verwaiste Tor schoss. Der Rest war nur noch Jubel.

„Für Karol freut es mich besonders, er hat sehr gut trainiert und auch im Spiel viel gearbeitet“, sagte Trainer Tarik Sarisakal, der nach der Partie flugs aufbrach, um bei Kopecs Ex-Verein in Oberweikertshofen zu spionieren. Der Pole wiederum blieb vor Ort und ließ sich feiern, nachdem er gerade erst seine Sperre aus der Vorsaison abgesessen und gleich in seinem ersten Saisonspiel gezeigt hat, wie wertvoll er für die Mannschaft ist.

Die hatte sich zuvor aber erst einmal selbst in die Bredouille gebracht und eine 2:0-Führung vergeigt. Dabei war der psychologische Moment lange Zeit voll auf Seiten der Brucker. Den ersten positiven Schub gab es in 19. Minute ausgerechnet durch einen Strafstoß der Kissinger. Allerdings war der Pfiff von Schiri Peter Lehner (Hohenthann) reichlich umstritten. Die Brucker reklamierten: Das Foul sei außerhalb des Strafraums passiert. Und sie lagen damit wohl auch nicht ganz falsch. Doch Lehner nahm seine Entscheidung, die er auf Signal seines Linien-Assistenten getroffen hatte, freilich nicht mehr zurück. Ausgleichende Gerechtigkeit: Kissings Fränki Rajc knallte den Ball an den Pfosten.

Danach übernahmen die Brucker. Erst erzielte Sebastian Kraus mit einem Billardfreistoß – der Ball sprang vom Pfosten an den Kissinger Torhüter und von dort über die Linie – das 1:0. Zehn Minuten später köpfte Marian Knecht nach einem Freistoß das 2:0. Dass danach erneut zahlreiche Chancen nicht genutzt wurden, rächte sich nach einer Stunde. Nach einem Stellungsfehler von Kraus fiel das 1:2. Und plötzlich war ein Bruch im Brucker Spiel. „Das ist die Kehrseite der jungen Mannschaft, dass sie nach dem Anschlusstor nervös wurde“, erklärte Sarisakal. Die Folge war der Ausgleich. Und der schien Bestand zu haben – bis zur 92. Minute und Kopecs großem Auftritt.

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Quelle: fussball-vorort.de

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