Kottern stutzt den „Raben“ die Flügel

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Rücken an Rücken: Toni Rauch (r.) vom SV Pullach im Zweikampf mit einem Kotterner.

Pullach - Jäh gestoppt wurde der Sturmlauf des SV Pullach in Richtung Landesliga- Spitze mit zuletzt 10:0 Toren in zwei Spielen. Als Bremsklotz erwies sich der TSV Kottern, der an der Gistlstraße mit 2:0 (0:0) gewann.

SV PULLACH – TSV KOTTERN 0:2

SV Pullach: Shohat – Benzinger, Heckel, Königer, Berchtold, Purschke (65. Schmeer), Schuff, Thurnhuber (72. Maric), Duswald (54. Cukur), Rieger, Rauch

Tore: 0:1 Yilmaz (51.), 0:2 Eisenmann (80.)

Es war ein verdienter Sieg für den Aufsteiger aus dem Allgäu, der dank etlicher ehemaliger Bayernligaspieler offenbar keine großen Anpassungsprobleme an die Spielklasse hat. Auch Pullachs Coach Carsten Teschke erkannte die Stärke des Gegners an: „Das ist eine gute Mannschaft, die zurecht oben mit dabei ist.“ Allerdings fand er auch kritische Worte für sein eigenes Team: „Wir waren von Anfang an vom Kopf her zu langsam. Und ich hatte gedacht, wir strahlen nach den letzten zwei Spielen mehr Selbstvertrauen aus.“

Tatsächlich war bei den Raben von einer breiten Brust aber nichts zu sehen, was auch am forschen Beginn der Gäste gelegen haben mag. Die marschierten des öfteren mit hohem Tempo in Richtung SVP-Gehäuse, hatten einige gute Schussgelegenheiten. Patrick Wachter scheiterte am toll reagierenden Pullacher Schlussmann Gil Shohat (7.), Sinan Yilmaz (13.) und Christian Geiger (25.) verfehlten das Ziel.

Die Hausherren schienen etwas erschrocken, jedenfalls wagten sich bei eigenem Ballbesitz teilweise nur drei, vier Leute nach vorne. Wie es hätte gehen können, die kompakte Kotterner Hintermannschaft auszuhebeln, zeigten sie das erste Mal in der 38. Minute: Nach gekonntem Direktspiel zwischen Maximilian Thurnhuber und Toni Rauch war Markus Rieger frei durch, zog mit dem rechten Außenrist ab. TSV-Keeper Martin Gruber hielt glänzend, aber Rieger hätte Zeit gehabt, um ruhiger abzuschließen.

Immerhin: Diese Aktion schien Signalwirkung für die Pullacher zu haben, die nun angriffslustiger wurden und nach der Pause zunächst einen quicklebendigen Eindruck machten. Eine Thurnhuber- Flanke hätte beinahe zu einem kuriosen Eigentor geführt, als Kotterns Verteidiger Andreas Harteis und Tobias Lingg nacheinander zurückköpften, aber Gruber mit einem sensationellen Reflex zur Stelle war (47.). Auch Stefan Benzingers Freistoß, versprach Besserung (49.). Doch ausgerechnet mitten hinein in Pullachs stärkste Phase setzte Yilmaz einen Freistoß an der Mauer vorbei zum 0:1 ins Netz (51.). „Das war der Knackpunkt, denn in so einem engen Spiel entscheiden ein, zwei Situationen“, fand Teschke, der den Treffer Michael Berchtold anlastete: Erst hatte der linke Verteidiger eine unnötige Ecke verursacht, dann den Freistoß, weil er einen Schritt zu spät kam. „Das gibt noch ein Gespräch unter vier Augen“, kündigte der Trainer an.

Allerdings passte es auch vorne nicht beim SVP. Die beste Chance hatte Toni Rauch erst in der Schlussminute, da stand es aber schon 0:2 durch Daniel Eisenmann (80.). Kottern bleibt ungeschlagen und marschiert weiter, Pullach hängt erst einmal im Mittelfeld fest.

Von Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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