Achterbahnfahrt des SVH-Keepers

Krasnic: "Drei Gegentore sind nie schön"

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Marijan Krasnic war gegen Kottern gefordert.

SV Heimstetten - Die Achterbahnfahrt des Marijan Krasnic beginnt mit einem Geistesblitz. Noch während ein Freistoß des TSV Kottern in seinen Strafraum segelt, brüllt der Torwart des SV Heimstetten ein Kommando über den Platz.

Der Adressat dieser Worte ist Orhan Akkurt – zugleich der Adressat von Krasnic’ Abschlag, den der Keeper in derselben Bewegung abfeuert, in der er den Ball zuvor aus der Luft gepflückt hat. „Genau diese langen Bälle üben wir im Training“, wird sein Coach Heiko Baumgärtner später verraten. Und Krasnic ergänzt: „Ich habe gleich gesehen, dass das ein schwieriger Ball für den Verteidiger wird.“ Tatsächlich stellt sich der letzte Mann der Kotterner nicht geschickt ab – anders als Orhan Akkurt. Der nimmt die Kugel elegant mit und zimmert sie unhaltbar ins Netz zum 1:0. Für den Vorlagengeber ist dies ein perfekter Start in die Partie, doch schon zur Halbzeit stapft Marijan Krasnic so zornig in Richtung Kabine, dass man sich ihm lieber nicht in den Weg stellt. Vier Schüsse hat er nach dem 1:0 auf sein Tor bekommen, einen davon pariert, aber drei unhaltbare aus dem Netz klauben müssen. In der zweiten Hälfte bleibt Krasnic ganz ohne Ballberührung, während seine Kollegen aus dem 1:3 noch ein 4:3 machen. „Klar ist es nicht schön, drei Tore zu kassieren“, sagt er hinterher – und strahlt. „Aber wenn wir gewinnen, ist mir das egal.“ Anders war es in der Vorwoche in Sonthofen, wo Krasnic überraschend ins Tor rückte, weil ein Infekt Maximilian Riedmüller vor der Partie außer Gefecht gesetzt hatte. Beim 1:2 zeigte der 23-Jährige eine prima Leistung – abgesehen vom ersten Gegentor, einem Flatterball aus zwanzig Metern. „Der ging auf meine Kappe“, sagt der Torhüter. Und dennoch darf sich Krasnic Hoffnung auf den Stammplatz im Tor machen. Bei der Frage nach der Nummer Eins weicht Trainer Baumgärtner aus: „Dazu sage ich lieber noch nichts. Denn bislang war es in dieser Saison so, dass sich einer von beiden verletzt hat, sobald der andere wieder fit war.“

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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