Vierteilige Vorort-Serie zur Vorbereitung

Kreis- und Regionalliga im Vergleich: Rosenheim - Ohlstadt

Tobias Strobl (l.) ist Spielertrainer beim TSV 1860 Rosenheim, Markus Eberhart coacht den Kreisligisten aus Ohlstadt. FOTOS: TSV 1860 Rosenheim / SV Ohlstadt

In unserer vierteiligen Serie vergleichen wir die Vorbereitung von der Regionalliga bis zur B-Klasse und decken den einen oder anderen Unterschied auf. Dafür standen uns die Trainer Rede und Antwort.Im ersten Teil: Tobias Strobl vom TSV 1860 Rosenheim und Markus Eberhart vom SV Ohlstadt.

Wir haben allen acht Trainern die selben fünf Fragen gestellt. Den Anfang machen Tobias Strobl vom TSV 1860 Rosenheim und Markus Eberhart vom SV Ohlstadt. Die Rosenheimer halten sich derzeit als einer der wenigen Regionalligisten aus dem Abstiegskampf heraus. Der SV Ohlstadt schwimmt im Mittelfeld der Kreisliga Zugspitze 1. 

Wie erwartest du deine Jungs zurück?

 

Tobias Strobl (TSV 1860 Rosenheim, Regionalliga): Ich erwarte meine Jungs topfit zurück. Dafür haben wir die Winterpause um eine Woche verlängert. Jeder hat seinen individuellen Plan mitbekommen, den wir aber nicht überprüfen. Das ist auch gar nicht nötig, damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. 

Markus Eberhart (SV Ohlstadt, Kreisliga): Ich habe die Jungs tatsächlich schon seit Samstag, den 13. Januar, da und bin sehr zufrieden. Die Burschen tun alle nebenbei etwas. Wir würden um Gottes Willen nie Hausaufgaben mitbgeben. Das sind alles sportliche Typen, die in der Winterpause Eishockey spielen oder Skitouren gehen. Ein bisschen Abstand vom Fußball und die Ruhe tun jedem mal gut.

Welche Strafe kommt auf diejenigen zu, die sich in der Pause haben gehen lassen?

 

Strobl: Eine wirkliche Bestrafung in diesem Sinne gibt es bei uns nicht. Geldstrafen oder ähnliches werden und müssen wir nicht einführen. Dass der Spieler dann etwas nachholen muss, dürfte Strafe genug sein, vor allem, wenn er dann wahrscheinlich auf der Bank Platz nehmen muss.

Eberhart: In der ersten Laufeinheit wird jeder selbst merken, ob er mithält. Sollte einer abfallen, muss er einfach privat Sonderschichten einlegen. Aber dafür sind die Jungs selbst zuständig, ich bin schließlich kein Kindergärtner.

Wie sieht dein Vorbereitungs-Programm aus?

Strobl: Das erste Training ist ein lockerer Aufgalopp. Wir haben alle wieder Bock, die Kugel am Fuß zu spüren. Wenn wir uns ein bisschen eingespielt haben, geht es mit dem Körperlichen los. Wir spielen ein laufintensives System und müssen deshalb Vollgas geben. Nach einiger Zeit werden wir uns dann um die Schnellkraft kümmern, bevor es ins Trainingslager geht. In der Türkei stehen hauptsächlich taktische Dinge auf dem Programm. Dort haben wir gute Plätze und können technisch anspruchsvolle Abläufe einstudieren.

Eberhart: In den ersten drei Wochen werden wir versuchen, mit Spaß an unserer Kondition zu arbeiten. Wir trainieren samstags, so dass wir danach gemeinsam die Bundesliga schauen können und dienstags gehen wir in die Soccer-Halle. Ein bisschen quälen müssen wir uns schon, aber die Spieler wollen das. Ab Februar können wir dann raus auf den Kunstrasen. Da geht es dann an die Ausdauer, Krauftausdauer und ans Spielerische. In den letzten 14 Tagen werden wir uns um die Schnellkraft kümmern.

Wie wichtig ist euch das erste Spiel?

Strobl: Im ersten Spiel werden wir sicher nicht die Mannschaft sehen, die die restlichen Partien bestreiten wird. Wir haben 16 bis 17 sehr gute Spieler im Kader, die sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der ersten Elf machen. Die Aufstellung kann sich immer verändern. Der Auftakt ist sehr wichtig, vor allem, weil mit Seligenporten ein Gegener wartet, der in der Tabelle hinter uns steht. Es geht darum, sich für die harte Arbeit zu belohnen, in den Wettkampf zu finden und mit einem guten Gefühl in die Runde zu starten.

Eberhart: Das erste Spiel bewerte ich sehr hoch! Die Partie gegen Eurasburg wird richtungsweisend. Momentan schwimmen wir im Mittelfeld der Liga mit. Mit einem Sieg können wir uns Sicherhheit verschaffen und im Hinblick auf die neue Saison in den restlichen Spielen etwas ausprobieren. Wenn wir verlieren, müssen wir nach unten schauen. Mit Sicherheit wird die Begegnung nicht einfach, aber wir wollen den Sieg.

Welche Veränderungen gibt es bei euch im Vergleich zur Hinrunde?

Strobl: Die größte Veränderung bei uns wird sein, dass wir ein zweites System einführen. Damit wollen wir variabler und für den Gegner schwerer auszurechnen sein. Darauf liegt unser Hauptaugenmerk.

Eberhart: Am wichtigsten ist, dass unsere Verletzten zurückkommen. Die Leistungsträger gehen wieder zur Sache. Mit Sebastian Schwinghammer ist wieder ein Spieler an Bord , der viel Erfahrung mitbringt. Außerdem freuen wir uns auf die Comebacks von Maxi Purkhart und Rudi Schedler. Wir hoffen, dass wir alle verletzungsfrei durch die Rückrunde bringen. 

Am Donnerstag folgt der 2. Teil der Serie mit dem Vergleich Ismaning (Bayernliga) - Weßling (Kreisklasse)

Quelle: fussball-vorort.de

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