„Ich kann mir das nicht erklären“

DJK Waldram führt bis zur 90. Minute gegen den SV Polling - und verliert!

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Fassunglos: In der Nachspielzeit gaben die Waldramer (grüne Trikots) eine 1:0-Führung aus der und verloren gegen Polling mit 1:2.  

Wütend trat Daniel Ettenhuber eine Trinkflasche von einer Bank. „Da führt man bis zur 90. Minute mit 1:0 und dann passiert so eine Sch...“, fluchte der Kapitän lautstark.

Tatsächlich war es erneut eine bittere Lektion, die die DJK am Samstag bei der 1:2 (1:0)-Heimniederlage gegen den SV Polling erfahren musste. „Ich kann mir das nicht erklären“, sagte ein konsternierter Trainer Johann Latanskij nach dem Schlusspfiff. In der ersten Halbzeit sei seine Elf solide aufgetreten, habe alles umgesetzt, was besprochen worden war. „Im zweiten Durchgang sind wir dann im Mittelfeld zu weit von den Gegenspielern weggewesen“, stellte Latanskij fest. Ausschlaggebend für die Niederlage seien schließlich die Ampelkarte gegen Marco Walter („Das hat uns weh getan“) und zwei individuelle Fehler unmittelbar vor den tödlichen Gegentoren gewesen.

Zu Beginn sahen die Zuschauer die DJK im Vorwärtsgang. Und mit der ersten richtigen gefährlichen Aktion gelang auch das 1:0: Matthias Herberth ging steil und legte von der Strafraumkante ab in die Mitte, wo Marco Walter per Nachschuss einnetzte (19.). Auch in der Folge hatte Waldram mehr vom Spiel und gute Gelegenheiten durch Luca Faganello, Sebastian Kresta und Herberth. Und zum Glück wurden sich drei Pollinger nicht einig, als sie kurz vor der Pause nahezu allein vor dem DJK-Gehäuse auftauchten: Der Ex-Geretsrieder Maximilian Baumgartner, der sonst von Felix Ankenbrand gut betreut wurde, drosch den Ball in die Wolken.

Worst-Case-Szenario in der Nachspielzeit

Der zweite Durchgang sah quasi einen einzigen Sturmlauf der Gäste. Allerdings stand die Waldramer Defensive erstaunlich stabil, so dass man noch die Hoffnung haben konnte, die Platzherren würden den Vorsprung über die Zeit retten. Als die DJK nach Walters Ausschluss (82.) aber nur noch zu zehnt auf dem Platz stand, nahm das Verhängnis seinen Lauf: Erst wurde Philipp Schöttl bei einer weiten Flanke nicht am Kopfball gehindert (90.), und in der fünften Minute der Nachspielzeit traf der Pollinger nach einem Tumult im Waldramer Strafraum auch noch zum 1:2-Endstand. Die Beobachtung, dass die Hausherren bereits nach 75 Minuten erhebliche Konditionsdefizite offenbart hatten, kommentierte Coach Latanskij mit der Feststellung: „Kann ich mir nicht vorstellen, denn wir machen seit drei, vier Wochen viel für die Ausdauer.“ Stellt sich die Frage, ob man das nicht hätte vor dem Punktspielstart erledigen sollen?  

Quelle: Merkur.de

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