„typisches 0:0-Spiel“

Luca Faganello Matchwinner für die DJK Waldram im Keller-Krimi bei SF Egling

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Freude über das späte Siegtor (v. li.): Elfer-Schütze Luca Faganello, gefeiert von Paul Schlott und Jannik Dreyer.   

Den Sportfreunden Egling-Straßlach blieb der ersehnte erste Saisonsieg auch im zehnten Versuch untersagt.

85 Minuten lang bot der Aufsteiger den Gästen aus Waldram Paroli. Dann machte ein Strafstoß der Hoffnung auf einen Punktgewinn ein Ende. Ein scharf von der linken Angriffsseite vors Tor geschlagener Ball passiert Freund und Feind, als SF-Torhüter Nicolas Fährmann das Spielgerät weit abseits seines Tores aufnehmen will, hakelt er mit dem heraneilenden Benedikt Bergmoser ein, was Schiedsrichter Thomas Sonnleitner als elfmeterwürdig einstufte. Luca Faganello verwandelte den fälligen Strafstoß kurz vor dem Schlusspfiff sicher.

Bis dahin war es eine über weite Strecken ausgeglichene Partie, die man in die Kategorie „typisches 0:0-Spiel“ einordnen konnte. Beide Mannschaften hatten beste Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Aber vor dem Tor stellten sie sich gleichermaßen dilettantisch an. Die erste Großchance für die Gäste ließ Sebastian Kresta in der siebten Minute liegen, als er aus kurzer Distanz Torhüter Fährmann anvisierte. Auf der Gegenseite trat Christian Ettenberger den Ball überhastet über das Tor. Nach einer guten halben Stunde warf sich der Schlussmann der Sportfreunde nacheinander erfolgreich in Schüsse von Wolfgang Wenus und Matthias Herberth. So ging es torlos in die Pause, aus der die Gastgeber mit mehr Elan auf den Platz zurückkamen.

In der 50. Minute parierte DJK-Torhüter Markus Kresta stark gegen Florian Dissinger. Zwei Minuten später scheiterte Maxi Gaigl frei vor dem Tor am Keeper. „Wir machen vorne die Dinger nicht rein“, haderte SF-Coach Herbert Mühr mit der Fahrlässigkeit im Abschluss. Diese Kritik brachte sein Gegenüber Johann Latanskij ebenfalls zu recht an. „Wir hatten viele Chancen, aber bringen den Ball nicht rein“, monierte der Waldramer Trainer, der seinen Kickern in der Halbzeitpause empfohlen hatte, bis zum Ende geduldig zu bleiben.

„Am Ende hat sich die Geduld ausgezahlt“

Die Geduld des Waldramer Anhangs wurde noch einige Zeit auf eine harte Probe gestellt. Einen Kopfball von Lukas Hauptmann klärte SF-Verteidiger Philip Schneider auf der Linie (65.), Schlott blieb im Eins-gegen-Eins gegen Fährmann zweiter Sieger. Auf der anderen Seite verdaddelte Maximilian Dissinger den Ball, als er eigentlich nur noch das Tor vor sich hatte.

„Am Ende hat sich die Geduld ausgezahlt“, freute sich Gäste-Trainer Latanskij unmittelbar nach Spielschluss über den späten und vielleicht auch etwas glücklichen Erfolg. Kollege Mühr war da bereits wieder mit psychologischer Aufbauarbeit beschäftigt. „Wir haben uns am Schluss leider nicht belohnt, aber wir waren wieder nah dran“, bilanzierte der SF-Coach und zollte seiner Mannschaft Anerkennung: „Wie ihr heute aufgetreten seid, nach neun Spielen ohne Sieg – Hut ab.“  

 

Quelle: Merkur.de

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