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Kreisliga kompakt: Habach mit viel Selbstvertrauen - Corona-Fälle vor dem Derby

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Von: Roland Halmel

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Wer setzt sich diesmal durch? Im Hinspiel gewannen die Pollinger (in Weiß, hier Tobias Niederleitner) beim TSV Peißenberg (in Rot, hier Michael Gladiator) mit 4:3. Am Sonntag steigt in Polling das Rückspiel.
Wer setzt sich diesmal durch? Im Hinspiel gewannen die Pollinger (in Weiß, hier Tobias Niederleitner) beim TSV Peißenberg (in Rot, hier Michael Gladiator) mit 4:3. Am Sonntag steigt in Polling das Rückspiel. © Oliver Rabuser

In der Kreisliga 2 fährt der ASV Habach zum SV Münsing. Dem TSV Peißenberg bereiten vor dem Derby in Polling diverse Corona-Fälle im Team Sorgen.

Landkreis – Bei Halbzeit der Kreisliga 2 liegen zwei der drei Landkreisteams in der Tabelle ganz vorne. Was den Abstand zu den Verfolgern angeht, könnten der ASV Habach und der TSV Peißenberg an diesem Wochenende einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde machen.

Als einzige Mannschaft der Liga ist der ASV Habach noch ungeschlagen. Die Stimmungslage ist entsprechend.- „Wir fahren mit breiter Brust, aber nicht überheblich zum Auswärtsspiel“, sagt Coach Markus Vogt vor dem Auftritt am Sonntag (16 Uhr) beim SV Münsing. Der Aufsteiger vom Starnberger See feiert an diesem Wochenende das 100-jährige Bestehen des Hauptvereins und hat sich dazu für gestrigen Freitag den TSV 1860 München zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Der Drittligist hatte durch die Länderspielpause im Profi-Bereich dazu die Möglichkeit.

Die Münsinger hätten deshalb freilich die Kreisliga-Partie gegen die Habacher gern verlegt. „Wir haben aber leider keinen Termin gefunden“, bekannte Vogt. Damit müssen die Münsinger nur zwei Tage nach den Löwen auch gegen den ASV ran. „Das kann schon Auswirkungen auf die Kraft haben“, sieht Vogt sein Team ein wenig im Vorteil.

Im Hinspiel, beim 2:0-Sieg taten sich die Habacher gegen den kampfstarken SVM relativ schwer. Deshalb warnt Vogt auch davor, den Tabellensechsten zu unterschätzen, auch wenn Münsing jüngst gegen Polling mit 0:5 unter die Räder kam. „80 Prozent reichen nicht“, macht Vogt deutlich. Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich hinter dem Einsatz von Peter Diepold und Philip Puchner, die beide angeschlagen sind, steht ein kleines Fragezeichen.

Ihre traditionelle „Vorwiesn“, welche die Fußballer des TSV Peißenberg in der vergangenen Woche veranstalteten, war gut für die Vereinskasse. In sportlicher Hinsicht war die Zusammenkunft wohl eher suboptimal. „Wir haben zahlreiche Corona-Fälle in der Mannschaft“, berichtet TSV-Spielertrainer Michael Stoßberger. Insgesamt fehlen ihm vor dem Derby am Sonntag (14 Uhr) beim SV Polling mindestens sieben Spieler – dazu gehören die Jungmann-Brüder sowie Philipp Solleder und Elias Graf, die am jüngsten Spieltag noch in der Startelf standen. „Ich muss jetzt schauen, irgendwie eine Mannschaft zusammenzubekommen, denn die ,Zweite‘ spielt auch noch zeitgleich“, sagt Stoßberger.

Keine Corona-Probleme, dafür aber viele Urlauber hat der SV Polling. Vier Spieler, darunter Philipp Schöttl und Markus Kasper, stehen deswegen nicht zur Verfügung. Darüber hinaus fehlen auch noch Marcel Mayr und Stefan Weinhart wegen Verletzung. Dennoch ist beim SVP die Stimmung gut, ausschlaggebend dafür war der erste Saisonsieg (5:0 über Münsing). „Das hat enorm Selbstvertrauen gebracht“, sagt SVP-Coach Michael Stoßberger.

Gegen die Peißenberger hat er aus der 3:4-Niederlage im Hinspiel noch eine offene Rechnung zu begleichen. „Die Fehler aus dem Spiel dürfen wir nicht nochmal machen“, sagt Schöttl. Die Partie, die seinem Team einen Knacks mitgab, der sich noch wochenlang negativ auswirkte, hat das Trainerteam genau analysiert. „Wir dürfen uns nicht mehr so den Schneid abkaufen lassen“, erwartet er vor allem, dass seine Truppe kämpferisch dagegenhält. Schließlich hat der SVP bei nur fünf Punkten Rückstand auf Platz drei durchaus noch Chancen auf die Aufstiegsrunde. Das ist für Schöttl aber derzeit kein Thema. „Wir schauen von Spiel zu Spiel“, sagt der SVP-Trainer.

Sein Peißenberger Kollege denkt aktuell in anderen, weitaus kürzeren Zeiträumen. „Ich schaue von Stunde zu Stunde, ob es noch weitere Corona-Fälle gibt“, sagt Stoßberger. Dennoch hofft er auf einen Dreier in Polling. „Denn wir werden eine Mannschaft aufbieten, die beim SVP gewinnen kann“, zeigt sich Stoßberger trotz der schwierigen Umstände zuversichtlich.

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