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Auf den letzten Drücker die Klasse gehalten: Maisach ringt Bernbeuren in der Verlängerung nieder

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Ein weiteres Jahr in der Kreisliga bejubelte der SC Maisach nach dem dramatischen Sieg über Bernbeuren.
Ein weiteres Jahr in der Kreisliga bejubelte der SC Maisach nach dem dramatischen Sieg über Bernbeuren. © Dieter Metzler

Die allerletzte Chance zum Klassenerhalt hat der SC Maisach genutzt. Dank des 4:2 über Bernbeuren bleibt der SCM in der Kreisliga.

Maisach – Sekt oder Selters? Der SC Maisach hat sich am Mittwochabend für Sekt entschieden. Nach 120 dramatischen Minuten rang die Mannschaft von Trainer Chris Schneider im alles entscheidenden dritten Relegationsspiel den Ligakonkurrenten TSV Bernbeuren mit 4:2 (1:1) nieder und bleibt damit in der Kreisliga. Bernbeuren muss den Weg in die Kreisklasse antreten. „Wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt“, lässt Schneider das Spiel vor 450 Zuschauern auf neutralem Platz in Utting Revue passieren. „Die Jungs haben ein Wahnsinnsspiel abgeliefert, zwei Rückschläge weggesteckt und stehen am Ende als verdiente Sieger auf dem Platz.“

Nach den beiden deutlichen Relegations-Niederlagen (1:4, 1:5) gegen den Kreisklassenzweiten FC Wildsteig/Rottenbuch zeigte der SC Maisach in diesem KO-Spiel sein zweites Gesicht. Was der Schneider-Elf in der Punktrunde noch verwehrt geblieben war – ein Sieg über Bernbeuren – das gelang diesmal, auch weil Maisach mit einer ganz anderen Körpersprache zur Sache ging.

Maisach kann frühe Führung nicht ausbauen

Bereits nach zwei Minuten ging der SCM in Führung. Stefan Wörl wurde gefoult, und Schiri Gerhard Kirchbichler (Antdorf) blieb gar keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Ludwig Steinhart erwies sich dabei als ebenso sicherer Elfmeterschütze wie sein Bruder, 1860-Profi Phillipp Steinhart. Die frühe Führung beflügelte die Maisacher, die es allerdings versäumten, nachzulegen. Chancen dazu erspielten sie reichlich. Und dann fiel nach 35 Minuten mit einem Sonntagsschuss von Moritz Witter aus gut 20 Metern ins Kreuzeck der 1:1-Ausgleich. Kurz vor dem Pausentee hatte Maisachs Mica Oppmann Pech, als sein Kopfball nach einer Freistoßflanke an den Pfosten klatscht.

Kurz nach dem Wiederanpfiff bejubelte der Maisacher Anhang dann bereits die erneute Führung, doch beim 2:1 durch Ahmed Abdulahi entschied der Referee auf Abseits. Dafür gab es wenig später wütende Maisacher Buhrufe, als der Unparteiische das Spiel nach einem Foul an einem SCM-Kicker weiterlaufen ließ. Michael Boos nutzte die Verwirrung und brachte Bernbeuren mit 2:1 in Führung.

Ausgleich kurz vor dem Schlusspfiff

Doch die Schneider-Elf ließ sich nicht entmutigen. Die Spieler hauten sich rein und kamen zu zahlreichen Chancen. Bernbeuren stand tief und kam nur noch zu wenigen Entlastungsangriffen. Dann, drei Minuten vor dem Abpfiff, stand Stefan Wörl goldrichtig, als er einen Pfostenabpraller von Obianuka Goodluck aufnahm und zum 2:2 einschob. Verlängerung.

Und die gehörte den Maisachern. Exakt in der 100. Minute traf Moritz Cords zum 3:2 für den SCM. Bernbeuren bäumte sich zwar auf, allerdings waren sie mit ihren Kräften so gut wie am Ende. Vier Minuten vor dem Ende der Verlängerung fiel die Entscheidung. Erneut versenkte Maisachs Kapitän Ludwig Steinhart einen Elfmeter zum 4:2-Endstand, nachdem Abdulahi von den Beinen geholt worden war. Das Drama hatte ein Ende. Noch auf dem Platz feierten Spieler, Freundinnen und Präsident Lorenz Schanderl ausgelassen den Klassenerhalt. (Dieter Metzler)

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