1. tz
  2. Sport
  3. Amateure

Fünf Tore nach Ecken: Ein offener Schlagabtausch ohne Sieger

Erstellt:

Von: Roland Halmel

Kommentare

Duell auf Augenhöhe: Peißenberg (in roten Trikots) und Pöcking spielten auf Sieg, die Partie endete unentschieden. rh
Duell auf Augenhöhe: Peißenberg (in roten Trikots) und Pöcking spielten auf Sieg, die Partie endete unentschieden. © Roland Halmel

Da war was los beim Kreisliga-Duell zwischen Peißenberg und Pöcking. Allein fünf Tore fielen nach Ecken. Einen Sieger gab es beim Abpfiff aber nicht.

Peißenberg – Erstmals ohne Gewinner blieb in dieser Saison eine Kreisliga-Partie mit Beteiligung des TSV Peißenberg. Im zweiten Heimspiel der Saison erreichte das Team von Spielertrainer Michael Stoßberger gegen den SC Pöcking-Possenhofen ein 3:3 (2:2)-Unentschieden. „Schade, das wären Big Points gegen einen direkten Konkurrenten gewesen“, trauerte Stoßberger einem durchaus möglichen Sieg gegen den Bezirksliga-Absteiger nach.

Andererseits: „Wir hätten auch verlieren können“, räumte Stoßberger ein, nachdem sich sein Team auf einen offenen Schlagabtausch mit dem Team vom Starnberger See eingelassen hatte – was dem Trainer weniger schmeckte. „Das war manchmal ein bisschen Harakiri“, beurteilte er die leichtfertigen Ballverluste im Mittelfeld, die mehrfach brenzlige Situationen vor dem eigenen Kasten heraufbeschworen.

Das war manchmal ein bisschen Harakiri.

Michael Stoßberger, Trainer des TSV Peißenberg.

Aus dem Spiel heraus trafen beide Mannschaften zusammengenommen aber nur einmal. Fünf Treffer resultierten aus Ecken. „Standards wurden auf beiden Seiten schlecht verteidigt“, urteilte Stoßberger. Eine Ecke nutzten die ersatzgeschwächten Gäste zur frühen Führung, die der reaktivierte Stefan Wache mit einem Schuss aus dem Hintergrund erzielte (8.). Nachdem die Hausherren diesen Schock überwunden hatten, drängten sie auf den Ausgleich. Nach dem Kopfball von Hannes Kunterweit landete die Kugel auch im Tor (21.). Weil er dabei den Gästekeeper zu sehr bedrängt hatte, fand der Treffer keine Anerkennung. Nachdem Stoßberger nach einer weiteren Ecke vorbeigeköpft hatte, versenkte Aushilfs-Sechser Valentin Hörndl das folgende Zuspiel von der Eckfahne mit einem verdeckten Schuss zum 1:1 (26.).

Der Ausgleich gab dem TSV Auftrieb. Wenig später starteten die Hausherren einen schnellen Angriff. Im ersten Versuch scheiterte Ramon Messner noch, im Nachschuss erzielte er dann doch das 2:1 (29.). Die Führung brachten die Peißenberger aber nicht in die Kabine. Den Distanzschuss von Emanuel Endl in der Nachspielzeit wehrte TSV-Keeper Adrian Erhart ab. Die anschließende Ecke landete bei Simon Forster, dessen Schuss fälschte Stoßberger zum 2:2 ab.

Anfangs der zweiten Hälfte gingen beide Teams etwas verhaltener zu Werke. Nach einer Stunde erhöhten sie aber wieder die Schlagzahl. Zwei Kopfbälle von Stoßberger (60.) und Eleftherios Caci (61.) wehrte der junge Pöckinger Schlussmann Marius Klitscher mit Glanzparaden ab. Auf der Gegenseite konnte Clemens Link gerade noch vor dem TSV-Kasten gestoppt werden (69.). Die folgende Ecke wuchtete Markus Schulz per Kopfball zum 3:2 in die Maschen (70.). Hubert Jungmann ließ im Anschluss eine hundertprozentige Chance zum Ausgleich aus (79.). Besser machte es Caci, der nach einer weiteren Ecke platziert zum 3:3 einköpfte (81.). Beide Teams wollten danach mehr. Auch nach der Zeitstrafe gegen Philipp Solleder (88.) setzten die Hausherren weiter auf Offensive. Die letzte Chance für den TSV hatte Kunterweit (90.+5), die aber nichts mehr einbrachte. ROLAND HALMEL

Statistik:
TSV Peißenberg 3
SC Pöcking-P. 3
Tore: 0:1 (8.) Wache, 1:1 (26.) Hörndl, 2:1 (29.) Messner, 2:2 (45.+4) Stoßberger (Eigentor), 2:3 (70.) Schulz, 3:3 (81.) Caci. Gelbe Karten: Peißenberg 2, Pöcking 0. Schiedsrichter: Michael Sting. Zuschauer: 100.

Auch interessant

Kommentare