FC Moosburg 

Trainer Ball muss gehen

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Nach über vier Jahren ist Schluss: Christoph Ball muss sein Traineramt beim FC Moosburg vorzeitig beenden. 

Sind es die einfachen Mechanismen der Fußball-Branche? Trainer sind meist das schwächste Glied in der Kette und müssen oft als Erste gehen, wenn es bei einem Klub nicht läuft. Rein gar nicht rund läuft es derzeit beim FC Moosburg, und deswegen trennten sich die Dreirosenstädter einvernehmlich von Coach Christoph Ball.

Moosburg – Die Statistik spricht eine eindeutige Sprache. Neun Partien sind bisher absolviert in der Kreisliga, als Sieger vom Platz gingen die „Nerazzuri“ aber nicht einmal, und das als einziges Ligateam. Sieben Niederlagen kassierten die Moosburger, gegen Wartenberg und Erding punktete der FC zumindest einfach. Zu wenig, mittlerweile hat die Mannschaft sieben Zähler Rückstand aufs rettende Ufer.

Die Verantwortlichen waren also gezwungen zu handeln. „Das ist“, bestätigte Herrenleiter Philipp Reiter auf FT-Nachfrage, „auch einfach ein Mechanismus, der greift.“ Heißt: Gerne hätten die Moosburger mit Christoph Ball weitergearbeitet und die nun über vierjährige Tätigkeit fortgeführt, „jedoch mussten wir diesen Schritt jetzt gehen“. Klar war, dass in Moosburg etwas passieren muss, wollen die Dreirosenstädter den direkten Fall aus der Bezirksliga in die Kreisklasse verhindern. Jedoch wolle man die aktuelle Lage und damit die Talfahrt nicht eins zu eins dem Trainer ankreiden, beschwichtigt Reiter weiter. Auch sei, in diesem Fall Ball, der Trainer bei weitem nicht das schwächste Glied, wie Reiter einschränkt. „Jedoch ist der Coach in einer Mannschaft schon ein entscheidender Faktor.“ Soll heißen: Neue Impulse werden nötig in der Bonau, wollen die FCler möglichst bald die Wende packen.

Dass die Trennung von Christoph Ball, dem ehemaligen Regionalligaspieler des VfR Garching, bereits im Sommer hätte vollzogen werden müssen, will Philipp Reiter nicht bestätigen. Bereits im vergangenen Winter hatten sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, über die Saison hinaus an Ball festzuhalten – ein Beschluss, den in Moosburg auch jetzt niemand bereut. So sei man weiterhin der Meinung, dass Ball, 38, ein ausgewiesener Fußball-Fachmann sei – nur brauche es jetzt eben neue Impulse.

Die Situation scheint eine komplexe zu sein in Moosburg. Die Suche nach einem neuen Trainer ist bereits in vollem Gange. Ein paar geeignete Kandidaten habe er im Auge, berichtet Reiter. Man sei sich bewusst, dass diese Aufgabe nicht leicht sei, auf den Neuen wartet „immer noch ein toller Haufen, der da zusammengestellt wurde“.

Nicht ohne Grund sind die Moosburger in den Tabellenkeller gerutscht: Der Umbruch war groß, das Team jung. Das alles braucht Zeit. Zeit, die der FC immer weniger hat, wollen die Dreirosenstädter nicht als Abstiegskandidat gelten. Deswegen sei man um eine langfristige Entscheidung, eventuell erst ab der Winterpause, bemüht, mahnt Reiter zur Ruhe. „Vielleicht gelingt uns ja vorher ein Glücksgriff.“ Bis dahin wird der bisherige spielende Co-Trainer Malte Keding das Kommando übernehmen, während die Bonauer um Ordnung bemüht sind. Leichter werden die Aufgaben aber nicht. Am Sonntag gastieren die Blau-Schwarzen beim TSV Allershausen zum absoluten Keller-Kracher. Der Abstand zum rettenden Ufer könnte noch größer werden. MATTHIAS SPANRAD

Quelle: Merkur.de

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