Fußball

„Wieder wettbewerbsfähig werden“

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Michael Rosenwirth: Schweres Amt beim FC, der Abstieg ist vorprogrammiert.

„Wir wollen wieder wettbewerbsfähig sein.“ skizziert FC Moosburg-Trainer Michael Rosenwirth das Ziel für 2021. Mit einem hoffentlich fitten Kader möchte er dann beweisen, dass sein Team deutlich besser ist, als es sich 2020 in der Kreisliga präsentiert hat, „denn das war ja nix!“

Moosburg – Kein Wunder also, dass auch am Ende des Jahres die rote Laterne in der Kreisliga 2 noch beim FC Moosburg hängt. Kaum jemand hatte geglaubt, dass der Tabellenletzte in vier Ligaspielen sechs oder mehr Punkte auf die Konkurrenz aufholen könnte. Alarmierend war jedoch, wie fahrig und hilflos die Mannschaft als Bezirksliga-Absteiger aufgetreten ist. Am Ende standen ein Sieg und ein Unentschieden gegen den TSV Moosburg in Liga und Pokal auf der Habenseite. Bei den restlichen drei Ligaspielen und dem Pokalspiel in Kirchdorf offenbarte man teilweise haarsträubende Defizite. Ein denkbar schlechter Liga-Einstand für den neuen Trainer Michael Rosenwirth, der zum Jahresanfang gekommen war. Der ist bei der Bewertung seiner ersten zwölf Monate in Moosburg sehr zwiegespalten. Am Anfang im Februar und März waren aus seiner Sicht noch deutliche Fortschritte zu erkennen und das Team sei auf einem guten Weg gewesen. Auch nach der ersten Coronapause war der 36-jährige Übungsleiter noch zuversichtlich. „Dann ging es im August bei uns los, wo es katastrophal wurde. Wegen Urlaub waren wenige Leute im Training und die Anzahl der Verletzten stieg ab da rapide an. Beim letzten Saisonspiel in Kirchdorf hatten wir gerade noch elf Leute im Kader gehabt und selbst die waren nicht alle fit.“ Deshalb hatte sich für Michael Rosenwirth bereits nach den Testspielen Ende August abgezeichnet, dass die Leistungen in den vier Wochen Ligabetrieb nicht gut sein würden. Zu viele Fehler im eigenen Spiel und dazu fehlende Optionen, um von der Bank nachzulegen, hätten dann nicht mehr als den einen Sieg gegen den TSV Moosburg zugelassen.

Für Sportleiter Philipp Reiter war der Knackpunkt in der Liga gleich die unglückliche Auftaktniederlage gegen Erding. „Da muss man nicht viel drum rumreden. Wenn man aus den vier Ligaspielen neben dem TSV-Spiel noch das Erding-Spiel gewonnen hätte, dann wäre man weiterhin noch im Soll. So läuft man jetzt dem Erding-Spiel hinterher.“

Torwart Soma Orban wird den Verein im Winter wie geplant verlassen. Ein Nachfolger soll laut Rosenwirth aus den eigenen Reihen kommen. Nach einer Pause kehrt Jakob Held im Frühjahr wieder in den Kader zurück, und auch Malte Keding könnte dann wieder häufiger eine Option sein. Dazu hofft der Trainer auf ein oder zwei Neuzugänge, die aber noch nicht spruchreif wären. Für Rosenwirth ist mit Blick auf den Start im nächsten Jahr das Wichtigste, „dass unsere Verletzten alle wieder angreifen können. Dann wollen wir gut trainieren, auch gut spielen, so dass man in den verbleibenden sieben Spielen wieder Spaß hat. Dass man zusammen kämpft, läuft und Fußball spielt, der Rest ergibt sich dann von selber. Wir packen auf alle Fälle nochmal an.“

Die sportliche Leitung beim FC Moosburg ist sich sicher, dass der Trainer das hinbekommt. Obwohl in diesem Jahr die Ergebnisse noch nicht passten, ist man mit der Arbeit von Michael Rosenwirth zufrieden. „Da kann man bloß in höchsten Tönen schwärmen. Auch in den Kadergesprächen mit den Spielern gab es keinen einzigen, der da etwas moniert hätte.“ erzählt Philipp Reiter. Vielmehr seien die empathischen Fähigkeiten des Trainers gelobt worden. Cool findet der Sportleiter auch die Art und Weise, wie Rosenwirth die Mannschaft in diesem schwierigen Jahr gemanagt habe. „Meines Erachtens haben wir den größten Fang gemacht, als wir im vergangenen Winter so einen fähigen Mann für unser Traineramt gewinnen konnten.“

Josef Fuchs 

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