Bayernliga Süd

In der Krise

VfR Garching – Zweimal winkte der Sprung an die Tabellenspitze und nun ist der VfR Garching mittendrin in einer kleinen Krise. Beim 0:2 (0:1) in Rosenheim enttäuschte der Regionalliga-Absteiger auf der ganzen Linie und blieb das zweite Mal am Stück ohne eigenes Tor.

Die 0:1-Heimniederlage gegen Sonthofen hatte noch den Charakter eines Betriebsunfalls, weil der VfR ordentlich spielte und nur seine Chancen nicht machte. Beim TSV 1860 Rosenheim ging es in der Anfangsphase erst einmal so weiter. Der VfR startete dominant, hatte auch zwei gute Möglichkeiten und machte wieder das Tor nicht.

Doch dann wendete sich das Blatt und Rosenheims junge Truppe verdiente sich den Dreier. Die Garchinger waren in der ersten Hälfte über weite Strecken ein gutes Stück von ihrem eigentlichen Leistungspotenzial entfernt und waren so mit dem 0:1-Rückstand auch noch gut bedient. Einmal hatte der letztes Jahr für Heimstetten stürmende Danijel Majdancevic bereits Torwart Daniel Maus umspielt und traf dann den Außenpfosten.

In Durchgang zwei wurde es dann nicht wesentlich besser. Rosenheim war weiterhin im Vorteil, auch wenn Garching ebenfalls die eine oder andere gute Möglichkeit hatte. Für ein Unentschieden hätte es aber eine ordentliche Portion Glück gebraucht.

Dazu kam diesmal auch, dass der sonst so disziplinierte Georg Ball binnen 60 Sekunden zwei Gelbe Karten für Dauermeckern kassierte und sein Team ab der 54. Minute in Unterzahl dem Rückstand nach laufen musste. Ball platzte die Hutschnur nach einem Allerweltsfoul. Der Grund für den Ausbruch war aber der Spielverlauf davor, als der Mittelfeldabräumer einiges einstecken musste und einen Elfmeter nicht bekam.

Der Schiedsrichter war sicher nicht der Grund des Ergebnisses, aber ein Freund des VfR war er am Samstag sicher nicht. In der 80. Minute war Alexander Rojek ganz frei durch und wurde per Notbremse gestoppt. Statt Elfmeter und Rot gab es Freistoß und Gelb bei der Szene. Trainer Daniel Weber sprach nach der Partie von einem verdienten Sieg der Rosenheimer und war von seinen Schützlingen enttäuscht wie noch nie in dieser Runde. „Wenn bei sieben bis acht Spielern zehn bis 20 Prozent ihrer Leistung fehlen, dann ist das für uns zu viel“, sagt Weber. Die Teamleistung war ein Stück weniger als 90 Prozent des eigentlichen Potenzials. Und nun kommt nach zwei Niederlagen ohne eigenes Tor der SV Heimstetten (Samstag, 14 Uhr) zum Krisengipfel.  

 

Quelle: fussball-vorort.de

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