Krisenclub SCF entmachtet Kapitän Rodenwald

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Christian Rodenwald hat sich bei Trainer und Team entschuldigt.

SC Fürstenfeldbruck - Nach der Nullnummer am letzten Spieltag gegen die Regionalliga-Reserve aus Memmingen und vor Kaderplanung benötigt SCF-Trainer Tarik Sarisakal eine Wellness-Kur

Das torlose Remis des SC Fürstenfeldbruck zum Saisonausklang gegen Memmingen taugte nicht mehr wirklich zum Aufreger. Spannender geht’s derzeit abseits des Spielfeldes zu – und das nicht nur wegen der Finanzamt-Affäre.

Die Zeichen bei den Leistungsträgern Christian Rodenwald, Uli Fries und Julian Maurer stehen immer deutlicher auf Abschied. Auffällig: Gegen Memmingen trug nicht Dauer-Kapitän Rodenwald die Binde, sondern Fries. Wegen Undiszipliniertheiten, wie Rodenwald selbst offen zugibt. „Ich habe ein paar mal was gegen den Trainer gesagt. Da habe ich Mist gebaut.“ Er habe sich vor Coach und Mannschaft dafür entschuldigt. Die Binde war trotzdem weg. Ob die Differenzen mit Trainer Tarik Sarisakal ein weiteres Indiz für seinen Abschied sind, wollte der Abwehrspieler nicht kommentieren.

Gleichwohl verdichten sich die Gerüchte, dass der SCF in der kommenden Saison ohne sein diesjähriges Führungstrio auskommen muss: Zusammen mit Rodenwald tauchen auch immer wieder die Namen seiner Weggefährten aus der Ismaninger Zeit – Fries und Maurer – als wahrscheinliche Abgänge auf. Sarsisakal wollte zum Hickhack um die Kapitänsbinde nichts sagen.

Auch die Bekanntgabe von Personalentscheidungen lässt auf sich warten. Vizepräsident Andreas Conrad erklärt nur, dass in den nächsten Tagen weitere Entscheidungen fallen sollen. Ob es sich dabei um Ab- oder Neuzugänge handelt, ließ er nicht durchblicken. Sollte auch Maurer gehen, so hatte er seine Abschiedsvorstellung schon früher als seine beiden Kollegen. Gegen Memmingen fehlte der Mittelfeldspieler. So standen Sarisakal gerade mal noch elf Feldspieler zur Verfügung. Einziger Auswechselspieler war Ersatztorhüter Lukas Welzmüller, der in der Schlussminute für Felix Thiel eingewechselt wurde. Thiel, den es nach Schwabmünchen zieht, verabschiedete sich mit einer Klasse-Parade bei der einzig wirklich gefährlichen Szene der Memminger, als ein Angreifer nach missglückter Abseitsfalle alleine auf ihn zulief. Der junge Torwart rauschte nach der Partie aber zügig und sichtlich angefressen ab. Im Stadion machte die Runde, dass Thiel sauer war, weil er statt einer ordentlichen Verabschiedung von Vereinsseite Vorwürfe wegen seines Wechsels zu hören bekommen haben soll.

Sarisakal will nach einem viertägigen Wellness-Urlaub bei der Zusammenstellung der Mannschaft für die neue Saison angreifen und hofft, „dass es dann endlich ruhiger im Verein wird und wir uns auf Fußball konzentrieren können“.

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Quelle: fussball-vorort.de

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