Kubina erlöst Heimstetten in der 87. Minute

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Immer mit der Ruhe: Sammy Ammari und der SVH behaupten sich auch gegen Greuther Fürth spät mit 1:0.

SV Heimstetten - Die Geduld von Heimstetten zahlte sich aus: Gegen Greuther Fürth II gewann die Elf von Trainer Moskovic mit 1:0. Tor des Tages schoss Clemens Kubina.

Sollte Marco Bläser des Feierns langsam überdrüssig werden, so kann er es gut verbergen. Oder aber, es macht sich bezahlt, dass der Stürmer des SV Heimstetten stets erst kurz vor Schluss eingewechselt wird – und somit noch genug Luft zum Jubeln hat. Auch diesmal dirigiert Bläser seine Kollegen nach dem Abpfiff zu den Fans, schnappt sich eine Fahne und intoniert ein „Humba Täterä“, das vom Dezibelwert locker mit einem Presslufthammer mithalten könnte.

Dabei mutet dieser 1:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth II inzwischen fast schon wie Routine an. Vier Siege hintereinander haben die Heimstettner nun schon geholt und sich vom letzten Tabellenplatz der Regionalliga auf Rang zwölf nach vorne geschoben. Drei Erfolge holte der Club zu Hause, sodass Bläser und Co. anschließend mit den eigenen Fans feiern konnten. Und zuletzt gab es dreimal in Serie ein 1:0 – alles wie gehabt, also?

Nicht ganz, findet Trainer Vitomir Moskovic. Denn: „Diesmal war der Sieg nie gefährdet. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir das Tor machen.“ Tatsächlich wirkt das Duell gegen die Profi-Reserve aus Fürth wie ein Wettrennen zwischen Gepard und Gnu – so überlegen präsentieren sich die Platzherren. „Das einzige Manko war, dass wir nur ein Tor geschossen haben“, moniert der Trainer. „Das werden wir in der kommenden Woche ansprechen müssen.“

Als kleine Gedankenstütze sollte sich Moskovic die Kombination 12, 15, 17, 22, 42, 45 notieren. Dabei handelt es sich nicht etwa um die Lottozahlen, sondern um die Spielminuten der SVH-Großchancen. Zunächst vergibt Danijel Majdancevic dreimal aus kurzer Distanz (12., 15., 17.); danach scheitert Sebastiano Nappo am Torhüter (22.); und schließlich treffen Majdancevic und Simon Seferings nur das Außennetz (42., 45.) – wobei Moskovic bei der ersten Szene bereits die Arme nach oben reißt, im sicheren Gefühl des Führungstors.

So jedoch geht es beim Stand von 0:0 in die Kabinen, ehe Heimstetten in der zweiten Hälfte nahtlos an die starke Vorstellung anknüpft. Und Fürth? Ist auch da. Zumindest sieht man junge Männer, die grüne Leibchen über den Platz tragen. Und immerhin zu zwei Halbchancen kommen, die SVH-Keeper Marijan Krasnic entschärft. Das Wort dürftig ist noch eine freundliche Formulierung für die Leistung der Gäste.

Und so kommt, was kommen muss: Nachdem Sammy Ammari (57.), Majdancevic (62.) und Steven Toy (76.) drei weitere Möglichkeiten ausgelassen haben, fällt das Tor drei Minuten vor Schluss nach einem Eckball. Aus dem Gewühl landet die Kugel bei Clemens Kubina, der sie aus sieben Metern ins Netz drischt. „Es war wichtig, dass wir Geduld bewiesen haben“, lobt Moskovic. „Alle haben daran geglaubt, dass wir irgendwann das Tor machen.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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