Kunstrasen: Fluch und Segen zugleich

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Tarik Sarisakal klagt über kranke Spieler.

Fürstenfeldbruck – Es geht wieder los – aber für wen? Diese Frage stellt sich bei den Landesliga-Fußballern des SC Fürstenfeldbruck vor dem Start in die Frühjahrsrunde gegen Egg/Günz. Wer am Samstag, 14 Uhr, beim Heimspiel dabei ist, entscheidet sich erst kurzfristig.

Das geplante letzte Testspiel gegen Petershausen musste SCF-Coach Tarik Sarisakal bereits absagen. Grund: Zu wenig gesunde Spieler. Und auch vor dem Ligastart klagt der Übungsleiter: „Es sieht nicht gut aus.“ Zu tief will sich der Coach nicht in die Karten blicken lassen und hält die Namen seiner angeschlagenen Spieler deshalb zurück. Nur soviel ist klar: Sebastian Kraus fehlt wegen seines beim Skifahren zugezogenen Schlüsselbeinbruchs, hinter vielen weiteren Akteuren steht noch ein Fragezeichen.

Mit ein Grund ist auch der neue Kunstrasenplatz, auf dem auch der erste Pflichtauftritt im neuen Jahr ausgetragen wird. „Der kann Gold wert sein“, sagt Sarisakal über die Trainingsmöglichkeiten. Doch durch den langen Winter war es auch dort gefroren und hart. Die Folge bei seinen Spielern waren viele kleine Blessuren.

Trotzdem verlangt der Coach von seinen verbliebenen Akteuren, sich mit entsprechender Kampfkraft ins Geschehen zu werfen, denn: „Ein guter Start nach der Winterpause ist wichtig.“

Die Favoritenrolle sieht Sarisakal trotz eines Brucker 2:0-Sieges beim Hinspiel klar bei den Unterallgäuern. Die schicken ein echtes Familienunternehmen ins Rennen: Sage und schreibe sieben Brüderpaare schnüren die Fußballschuhe bei den Gästen. „Das sind nicht irgendwelche ,Zuagroasten’“, sagt Sarisakal. „Die Affinität zum Verein ist deshalb groß.“ Das spüre man an der Kameradschaft und Geschlossenheit der Egger, die sich als Aufsteiger damit bis auf Tabellenplatz drei vorgearbeitet haben. Dazu kommen mit Manuel Schedel und Torsten Schuhwerk – beide sind je eine Hälfte eines Brüderpaares – zwei Individualisten, die schon jeweils 13 Tore erzielt haben.

Dass in Bruck zwei Brüder gemeinsam auf dem Feld standen, ist schon ein wenig her: In der Spielzeit 2011/12 gehörten der heute noch für den SCF aktive Torhüter Lukas Welzmüller und sein mittlerweile für Unterhaching in der 3. Liga verteidigende Bruder Josef zum Kader. Ganz ohne familiäre Bande muss der SCF aber auch nicht auskommen: Mit Norbert und Felix Thiel hüteten bereits Vater und Sohn den Kasten. Und mit Faruk Sarisakal stand der Bruder des Trainers schon mal für einen Notfall im Tor als Ersatz bereit.

Quelle: fussball-vorort.de

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