Moderner Torwart in der Regionalliga

Kurios: Keeper Maus läuft als Feldspieler auf

Daniel Maus verließ gegen Schweinfurt sein natürliches Habitat. F: Buchholz.

Der TSV Buchbach musste am Freitagabend die Heimfahrt aus Schweinfurt erwartungsgemäß ohne Punkte antreten. Die Rumpf-Elf unterlag am zehnten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern beim Mit-Favoriten knapp 0:1 und ist jetzt schon seit vier Runden ohne Sieg. Trotzdem haben sich die Rot-Weißen teuer verkauft.

Obwohl Maxi Hain auf die Zähne biss und sich trotz seiner Platzwunde in den Dienst der Mannschaft stellte, war die Personalsituation so angespannt, dass Keeper Daniel Maus Mitte der zweiten Hälfte für den ausgepumpten Moritz Sassmann als Feldspieler auflaufen musste. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Rot-Weißen bereits 0:1 zurück und hatten nur noch zehn Mann auf dem Platz, weil Merphi Kwatu nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte gesehen hatte (71.).

Bitter, zumal der Angreifer nächste Woche beim wichtigen Heimspiel gegen Eichstätt nicht dabei sein kann. Hain lief bereits mit Kopfverband auf, Markus Grübl, der eigentlich gar nicht hätte spielen sollen, zog sich nach wenigen Minuten ebenfalls bei einem Kopfball-Duell eine Platzwunde zu und spielte fortan mit Turban.

Die Gastgeber dominierten im mit 1776 Zuschauern besetzten Willy-Sachs-Stadion von Beginn an und hatten in der Anfangsphase zwei dicke Gelegenheiten durch Steffen Krautschneider, die Egon Weber mit tollen Paraden entschärfte. Auf der anderen Seite war Kwatu durch, er wurde aber noch geblockt (17.).

Das Tor des Tages fiel in der 36. Minute, als Weber den durchgebrochenen Marius Willsch von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Krautschneider. Buchbach beschränkte sich auch nach dem Rückstand weitgehend auf die Defensive und hatte in der 60. Minute Glück, dass Adam Jabiri den Ball an die Latte köpfte. Nach Flanke von Jabiri war es in der 65. Minute auch Willsch, der per Kopf am Querbalken scheiterte.

Schweinfurt rannte an, drückte auf den zweiten Treffer, doch in der 85. Minute hätte Aleks Petrovic den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt – mit vereinten Kräften konnten die „Schnüdel“ den Ball gerade noch von der Linie kratzen.

Schweinfurt: Eiban, Wolf, Paul, Strohmaier, Messingschlager, Krautschneider (79. Weiß), Kracun, Fery, Willsch, Jabiri, Jelisic (68. Pieper).

Buchbach: Weber, Grübl, Leberfinger, Maier, Büch, Petrovic, Hain, Sassmann (74. Maus), Brucia, Breu, Kwatu. – Tor: 1:0 (36.) Krautschneider (Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz). – Zuschauer: 1 776. – Gelb-Rot: Kwatu (71., Buchbach).

TSV-Coach Anton Bobenstetter: „Wir haben wie gegen Unterhaching ganz tolle Moral gezeigt. Hut ab vor meinen Spielern, die ja fast alle noch am Vormittag gearbeitet haben, während Schweinfurt am Vormittag das Abschlusstraining abhalten konnten und einige Spieler gar nicht auf dem Spielberichtsbogen Platz hatten.“

Quelle: fussball-vorort.de

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