Kurz: "Müssen hart arbeiten"

- Halbzeit in der Regionalliga Süd! Den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters sicherte sich am Samstag überraschend der SV Wehen. Die Hessen gewannen am 17. Spieltag mit 2:1 gegen den Tabellenzweiten und Topfavoriten TSG Hoffenheim. Der FC Bayern II ist aktuell der beste oberbayerische Regionalligist und ging bei Ende der Vorrunde als Fünfter über die Ziellinie.

Mit dem 2:2 in Darmstadt holte die zweite Mannschaft des Rekordmeisters bereits den zwölften Auswärtspunkt. Für die Treffer sorgten die beiden Angreifer Stefan Maierhofer und Louis Ngwat-Mahop. Trainer Hermann Gerland zeigte sich mit dem Remis bei den "Lilien" aber nur bedingt zufrieden: "Sicher waren wir insgesamt das bessere Team. In der Abwehr haben wir uns aber zu viele individuelle Fehler geleistet. Für die Ansprüche, die wir uns beim FC Bayern stellen, war dies etwas zu wenig."

Der TSV 1860 beendete die erste Saisonhälfte auf Rang zehn. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die Löwen nur durch den Lizenzentzug der Bayreuther in der dritten Liga geblieben sind. Ausserdem musste sich der neue Trainer Marco Kurz laufend als Improvisationskünstler profilieren. Auch vor dem Heimspiel gegen Hessen Kassel gab es den schon fast üblichen personellen "Notstand".

Bedingt durch Abstellungen für die Profis und Verletzungen, standen diesmal sieben A-Junioren im Aufgebot. Doch die Junglöwen zeigten eine starke Leistung und gewannen verdient mit 3:0 gegen den Aufsteiger aus Hessen. Vizepräsident Wolfgang Hauner zeigte sich beeidruckt vom Auftritt der zweiten Mannschaft: "Unserem Trainer Marco Kurz gebührt ein Sonderlob, die jungen Spieler haben sich unter seiner Regie hervorragend entwickelt". Aber auch mit den "Einkäufen" hatten die Sechziger offenbar ein glückliches Händchen.

So bildete diesmal die ehemaligen Landesligastürmer Jose Holebas (vorher Viktoria Kahl) und Albert Ramaj (vorher Würzburger FV) das Angriffsduo. Die beiden rechtfertigten das Vertrauen des Trainers und demonstrierten ihre Fortschritte. Holebas traf zweimal (21. und 88.) und gab auch noch die Vorlage beim Treffer des Kollegen Ramaj (82.). Da zeigte sich auch Matthias Hamann, der Trainer von Hessen Kassel, als fairer Verlierer und zollte dem Kontrahenten ein Sonderlob: "Der TSV 1860 hat verdient gewonnen, die Löwen waren technisch besser und uns läuferisch überlegen."

Doch Trainer Marco Kurz, weiß, dass der Abstand seines Teams zu den Abstiegsplätzen nur fünf Punkte beträgt und bremst aufkommende Euphorie. "Für den Klassenerhalt müssen wir noch hart arbeiten, die Basis ist immer wieder unser Kampfgeist, gegen Kassel ist die Mannschaft dafür wieder einmal belohnt worden", meinte der 37-jährige Ex-Profi.

Quelle: Merkur.de

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