Schmidt: "Zurzeit läuft es einfach gut für uns"

Läuft die SVH-Torfabrik auch gegen die kleinen Löwen heiß?

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Lukas Riglewski, Orhan Akkurt und Sebastiano Nappo (v. li. n. re.) haben gemeinsam fast doppelt so viele Tore erzielt wie die kleinen Löwen zusammen. F: Leifer

Zehn Spiele, acht Siege, zwei Remis und fast vier Tore pro Partie: Der SV Heimstetten will gegen die Löwen-Reserve seine formidable Heimserie ausbauen – obgleich bei den Gästen ein Ex-Nationalspieler sein Debüt gibt.

Nach dem jüngsten 7:2-Sieg seines SVH über Wolfratshausen saß Trainer Christoph Schmitt im Nebenraum der Vereinsgaststätte und war rundum zufrieden. Von draußen tönte leise der Feiergesang seiner Bayernliga-Fußballer herein; kurz zuvor waren zwei Spieler mit je zwei Maßkrügen in der Hand gen Kabine marschiert, darin irgendein dunkles Gebräu.

„Zurzeit läuft es einfach gut für uns“, konstatierte Schmitt, dessen Elf im zwölften Spiel in Serie unbesiegt geblieben war – zehn davon hat der SVH gewonnen. Und doch wollte sich der Coach nicht allzu lange mit dem Thema Aufstieg befassen, schließlich sei zum einen die Saison noch lang. Zum anderen mahnte Schmitt: „Momentan gibt es an der Tabellenspitze fünf Teams, die sehr stabil sind und kaum Punkte abgeben.“

So weit, so richtig – doch da wusste Schmitt noch nicht, dass die Rivalen tags darauf fast alle im Sinne seines Clubs spielen würden. So kassierten Rain und Kottern überraschende Niederlagen, die DJK Vilzing kam nicht über ein Remis hinaus. Bedeutet vor dem Heimspiel des SVH am Samstag um 14 Uhr gegen den TSV 1860 München II: Der Vorsprung auf die Konkurrenz – lässt man den SV Pullach mal außen vor, der mutmaßlich keine Regionalligalizenz beantragen wird – beträgt nun schon fünf, sechs und neun Punkte.

„Klar sieht die Tabelle sehr gut aus“, räumt Schmitt ein. Doch der 32-Jährige wäre ein schlechter Coach, wenn er diesen Satz nicht sofort mit einer Warnung versehen würde: „Aber wir wissen, wie schnell sich das ändern kann.“ Und weil er gerade dabei ist, verliert Schmitt auch noch einige mahnende Worte über den nächsten Gegner: Die Löwen seien „spielerisch stark und top ausgebildet“, so der Coach. Allerdings weiß natürlich auch er: Im Sportpark, wo der SVH noch keine Niederlage kassiert und bislang durchschnittlich 3,8 Tore pro Spiel markiert hat, ist Heimstetten der haushohe Favorit – auch wenn bei den Sechzigern Ex-Nationalspieler Christian Wörns die U21 erstmals als Trainer betreuen wird.

Personell wird Heimstetten in Daniel Steimel einer der stärksten Kicker der vergangenen Wochen fehlen. Der Vize-Kapitän laboriert an einer Knieblessur. Wieder dabei ist dagegen Mathias Regal. Und auch die zuletzt lange verletzten Manuel Duhnke und Paul Thomik seien inzwischen zurück im Training, sagt Schmitt. Ob sie jedoch am Samstag im Kader stehen, sei noch ungewiss.

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Beierkuhnlein, Wellmann, Hintermaier, Mömkes, D. Schmitt, Regal, Date, Riglewski, Nappo, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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