„Ich habe keinen Gilchinger Spieler bespuckt“

Martin Grelics und TuS Geretsried weisen Anschuldigungen von Peter Schmidt zurück

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Dem Sportgerichtsverfahren sieht man beim TuS Geretsried – hier Trainer Martin Grelics – gelassen entgegen. 

Empört und „mit großer Verwunderung“ reagiert man beim TuS Geretsried auf den im Starnberger Merkur erschienenen Bericht vom Landesligaspiel gegen den TSV Gilching-Argelsried am vergangenen Samstag.

In dem Beitrag ereifert sich TSV-Trainer Peter Schmidt über eine „Spuckattacke von TuS Geretsried-Coach Martin Grelics“, wie der Text betitelt ist. Während eines „Tumults“ in der Nachspielzeit, nach einem groben Foul von Gilchings Quirin Wiedemann an Geretsrieds Niko Karpouzidis, soll dessen Trainer dem Bericht zufolge „erst Wiedemann und dann den zum Tatort laufenden Christian Rodenwald bespuckt“ haben. So hat es Schmidt nach dem Spiel dem Reporter erzählt – ohne selbst Augenzeuge gewesen zu sein. „Ich konnte es nicht sehen, aber mir wurde es berichtet“, wird der Trainer zitiert. Einmal in Rage legte Schmidt, der nach Schlusspfiff der für sein Team mit 1:2 verlorenen Partie den Handschlag mit Grelics verweigert hatte und auch der üblicherweise in Geretsried abgehaltenen Pressekonferenz fernblieb, kräftig nach: „Die Aktion war genauso ekelhaft wie die Kabinen in Geretsried, die seit Jahren verschimmeln.“

Das ist für die TuS-Verantwortlichen der Gipfel. „Das ist üble Nachrede und rufschädigend“, ereifert sich Ibro Filan. „Die Art und Weise, wie hier über einen Verein berichtet wird, ist ein Sonderfall. Das habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, schimpft der Geretsrieder Abteilungsleiter, bevor er sich zu den Anschuldigungen äußert. „Für Martin Gerlics würde ich meine Hand ins Feuer legen. Ich weiß nicht, ob der Kollege eine Sekunde nachgedacht, was er da von sich gibt. Ich verstehe auch nicht, wie man sowas sagen kann, wenn man – wie er in dem Bericht zugibt – selbst nichts gesehen hat“, wundert sich Filan und betont: „Wenn bei uns ein Trainer einen Spieler anspucken würde, wäre der beim nächsten Training nicht mehr Trainer.“ Der Geretsrieder Fußball-Chef vermutet: „Der Frust sitzt woanders.“ Offenbar habe sich die Enttäuschung über die 1:2-Niederlage der Gäste, die keines ihrer letzten sieben Spiele gewinnen konnten, auf diese Weise entladen. Man müsse sich nicht mögen, fährt der Abteilungsleiter fort, „aber öffentlich so herzuziehen, um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, ist keine Art“.

„Dem Verfahren sehe ich gelassen entgegen“

Das beträfe auch die Kommentare zu den Umkleidekabinen. „Dass wir einen Bunker haben, wissen wir alle. Aber dass die Spieler wie die Letzten im Schimmel hausen würden, entbehrt jeder Grundlage“, wettert Filan und erinnert daran, dass „wir jeden Sommer Profimannschaften wie den FC Basel und 1860 München zu Testspielen hier auf der Anlage haben.“ Zudem führe der Verein seit geraumer Zeit Gespräche mit der Stadt über ein neues Konzept und neue Kabinen.

Dass der TSV Gilching den Vorfall inzwischen beim Sportgericht des Bayerischen Fußballverbands angezeigt hat, beunruhige ihn nicht. „Dem Verfahren sehe ich gelassen entgegen“, versichert Filan, der sich über das „schwebende Verfahren“ im Vorfeld nicht weiter äußern möchte. „Wir lassen uns derzeit juristisch beraten, wie wir am besten dagegen vorgehen.“ Das gilt auch für den Beschuldigten Martin Grelics, der sich zur Sache selbst aus demselben Grund wie sein Abteilungsleiter nur knapp äußert. „Ich habe keinen Gilchinger Spieler bespuckt“, beteuert der Trainer. „Ich habe den gegnerischen Spieler, der gefoult hat, an der Schulter berührt. Daraufhin hat er sich bei Niko Karpouzidis entschuldigt. Das ist Fakt.“

Die zwei gegnerischen Spieler, die den Aussagen ihres Trainers zufolge von Grelics bespuckt worden sein wollen, waren nach der Aktion in der Nachspielzeit von Schiedsrichter Patrick Url mit gelben Karten bedacht worden. 

Quelle: Merkur.de

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