„Wir haben insgesamt gut gespielt“

Trotz couragierter Vorstellung: 1. FC Sonthofen für SV Bad Heilbrunn zu stark

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Ausgebufft und beinhart in der Abwehr: Innenverteidiger Thomas Pföderl (li.) spielte in Sonthofen eine tadellose Partie, konnte aber an der Heilbrunner Niederlage auch nichts ändern.   

Als krasser Außenseiter war Aufsteiger SV Bad Heilbrunn am Samstag ins Oberallgäu zum 1. FC Sonthofen gereist.

Die Hausherren sind aus der Bayernliga abgestiegen und wollen dort auch schleunigst wieder hin. Wie ernst es den Sonthofenern mit ihren Meisterschafts- und Aufstiegsambitionen ist, zeigten die vergangenen vier Begegnungen, die allesamt deutlich gewonnen wurden. Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die meisten Tore geschossen, die zweitwenigsten kassiert – und mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Gundelfingen durchaus im Soll.

Bei einer derartigen Dominanz des Gegners sannen die Heilbrunner auf mentale Unterstützung und luden einen Schwung Büchsen mit koffeinhaltiger Bullen-Brause in den Bus. Die sollte in der Sonthofener Baumit-Arena „Flüüügel“ verleihen. Doch daraus wurde nichts. Bereits nach fünf Minuten Spielzeit wurden die Flügel der Heilbrunner empfindlich gestutzt: Im Sechzehner war ein Zweikampf verloren gegangen, und Atsuya Ushida nutzte die Chance zur 1:0-Führung. Somit war der Plan von Trainer Walter Lang schon frühzeitig durchkreuzt, der couragiert nach vorne spielen ließ und aufgrund der guten Entwicklung in den vergangenen Wochen insgeheim auf einen Zähler gehofft hatte. Nach der kalten Dusche kamen die Heilbrunner besser ins Spiel, aber an der robusten Sonthofener Hintermannschaft mit zwei Mordskanten in der Innenverteidigung bissen sich die HSV-Stürmer Thomas Schmöller, Toni Krinner, Max Specker und Max Schnitzl-baumer ein ums andere Mal die Zähne aus. „Torchancen hatte wir keine“, räumte denn auch Lang ein. Die Sonthofener allerdings auch nicht im Überfluss. Was den Unterschied machte, war die Cleverness der Hausherren, die geduldig auf die Heilbrunner Fehler warteten und sie dann zuschlugen. So wie beim 2:0, als die Situation bereits geklärt schien, doch der Ball von rechts wieder in den Strafraum zurückkam, wo Ushida abstaubte. „Es waren keine dramatischen Fehler“, stellte Lang klar, „denn wir haben insgesamt gut gespielt. Aber es waren eben die kleinen Unterschiede, die den Ausschlag gegeben haben.“

Volle Konzentration auf Jetzendorf

Recht unglücklich kam das 3:0 zustande. Schiedsrichter Rank entschied auf Elfmeter, als Florian Schnitzlbaumer der Ball an die Hand sprang – Kapitän Manuel Wiedemann verwandelte souverän. Aber da war die Partie ohnehin schon gelaufen – daran änderte auch Max Speckers spätes 1:3 nichts mehr.

Keinen Zaubertrank, vielmehr einen Trostschluck gönnten sich die Heilbrunner nach der Heimreise dann beim heimischen Weinfest, wo Lang seine Truppe auf die nächste Partie einschwor: Gegen den drei Punkte besser platzierten TSV Jetzendorf muss auf jeden Fall ein Sieg her – auch ohne Flügel.

Quelle: Merkur.de

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