„Wir waren lange Zeit überhaupt nicht im Spiel“

Srdan Ivkovic sichert schwachem TuS Geretsried drei Punkte gegen Ichenhausen

Umstritten war der Elfmeter, den Srdan Ivkovic (weißes Trikot) in dieser Szene zum 2:0 für den TuS Geretsried. Der Sieg der Hausherren gegen den SC Ichenhausen war am Ende etwas glücklich, aber verdient.  
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Umstritten war der Elfmeter, den Srdan Ivkovic (weißes Trikot) in dieser Szene zum 2:0 für den TuS Geretsried. Der Sieg der Hausherren gegen den SC Ichenhausen war am Ende etwas glücklich, aber verdient.  

Schön ist was anderes. „Es war kein gutes Spiel“, fasste der Geretsrieder Coach das zerfahrene Gekicke seiner Elf gegen den SC Ichenhausen zusammen, an deren Ende dennoch ein 2:0 (1:0)-Heimsieg stand.

Und das Eingeständnis des Trainers: „Heute haben wir vielleicht am unverdientesten zu Null gespielt.“ Die Einschätzung unterschrieb sein Kollege auf der Ichenhausener Bank sofort. „Die wissen doch selber nicht, warum sie das Spiel gewonnen haben“, stellte Oliver Unsöld fest. „Ich sehe meine Mannschaft heute als die klar bessere.“

Tatsächlich hatten die Gäste über weite Strecken mehr Spielanteile – und mehr torgefährliche Szenen. Die erste bereits nach vier Minuten, als Yannick Maurer frei vor TuS-Torhüter Kai Fritz auftauchte, weil die Geretsrieder Verteidiger den Stürmer im Abseits wähnten. Maurer verpasste das Ziel um wenige Zentimeter. Glück gehabt. Kurz darauf platzierte Maximilian Ocker einen Kopfball deutlich über die Latte. Im Gegenzug trat Srdan Ivkovic, bedrängt von einem Abwehrspieler, den Ball über den Kasten. Viel mehr gelang beiden Mannschaften im ersten Durchgang nicht. „Wir waren lange Zeit überhaupt nicht im Spiel“, konstatierte Grelics, der „extrem viele Umschaltaktionen“ gesehen hatte. Allerdings ohne, dass einer der beiden Kontrahenten daraus hätte Kapital schlagen können. Was nichts anderes heißt, als: Das Angriffsspiel war bei beiden Teams der Schwachpunkt. Eine der wenigen gelungenen Offensivaktionen der Gastgeber bescherte in der 24. Minute die etwas unverhoffte 1:0-Führung. Rechtsverteidiger David Topic schlug von der Außenbahn eine Flanke in den Ichenhausener Strafraum, wo Ivkovic – dieses Mal völlig unbedrängt – seinen Schädel in die Flugbahn hielt und selbst etwas überrascht wirkte, als der Ball vom Innenpfosten ins Tor sprang.

„Gegen 14 Gegner kannst du nicht gewinnen“

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte, mit weitgehend uninspiriertem Hin und Her zwischen den Strafräumen. Das wurde nach einer guten Stunde durch den Pfiff des jungen Unparteiischen unterbrochen: Der erst fünf Minuten zuvor eingewechselte Tasso Karpouzidis war im Gerangel mit Innenverteidiger Waldemar Schaab im Strafraum zu Boden gegangen. Gegen lautstarke Proteste der gegnerischen Spieler, die die Aktion „genau andersrum“ gesehen hatten, deutete Schiedsrichter Andreas Egner unmissverständlich auf den Punkt. Ivkovic verwandelte den Elfmeter sicher gegen Torhüter Liridon Rrecaj, der sich anschließend wütend eine gelbe Karte abholte.

„In der zweiten Halbzeit haben wir es ordentlich runtergespielt“, fand TuS-Coach Grelics eine positive Umschreibung für den Auftritt seiner Elf. Oliver Unsöld ereiferte sich über die seiner Meinung nach Voreingenommenheit des Schiedsrichtergespanns. „Gegen 14 Gegner kannst du nicht gewinnen“, schimpfte der SC-Trainer, räumte jedoch ein, dass die durchaus vermeidbare Niederlage dem Trio in kanariengelb nicht anzulasten war: „Da müssen wir uns schon an die eigene Nase fassen.“

 

Quelle: Merkur.de

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