Viele Nachspielzeit-Treffer in der Kreisklasse 1

Landkreis Starnberg: SV Inning mit spätem Remis - Gilching II verliert spät

Riesenfreude herrschte beim SV Inning nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit. Jonas Schmid (r.) feiert den Last-Minute-Torschützen Florian Pflügl (l.).
+
Riesenfreude herrschte beim SV Inning nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit. Jonas Schmid (r.) feiert den Last-Minute-Torschützen Florian Pflügl (l.).

In der Kreisklasse 3 Zugspitze fielen bei den Partien der Starnberger Vereine mehrere Treffer in der Nachspielzeit.

TSV Gilching-A. II – TSV Geiselbullach 1:2 (0:0)

„Fünf Minuten haben gefehlt, um das Spiel für uns zu entscheiden“, ärgerte sich Robert Brand über die Last-Minute-Niederlage gegen Geiselbullach. Der Gilchinger Trainer hatte fest mit einem Sieg seiner Mannschaft gerechnet, als Tobias Hänschke neun Minuten vor dem Ende nach einer Flanke von Quirin Wiedemann per Kopf das 1:0 erzielt hatte. „Ein superschönes Tor“, schwärmte der Coach. Lange konnte er sich jedoch nicht an der Führung erfreuen. Schon sechs Minuten später glich Geiselbullach durch Michael Scharpf aus, weil die Platzherren im Mittelfeld leichtfertig den Ball vertändelten. Mit dem 1:1 hätte Brand noch leben können, denn in einer flotten Partie hatte keiner der beiden Kontrahenten eine Niederlage verdient. Aber irgendwie glaubten die Gäste einen Tick mehr an den Sieg.

In der Nachspielzeit schafften es die Gilchinger nicht, den Ball zu klären. Erst vertändelte Sebastian Kraus das Spielgerät an der Außenlinie, dann wurde Hänschke laut Brand umgetreten, ohne dass der Schiedsrichter das Foul ahndete, daraufhin konnten die Gilchinger gleich dreimal das Spielgerät nicht wegschlagen, bevor es schließlich Maximilian Blum zum 1:2 über die Linie bugsierte. Das Tor riss die Platzherren aus den letzten Aufstiegsträumen. Die TSV-Reserve hat nun zehn Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Geiselbullach. „Man hat gemerkt, dass die ganze Saison an diesem Spiel hängt“, sprach Brand von einem Kampf auf Biegen und Brechen. Der Aufwand, den beide Parteien betrieben, war enorm, das Pech, das die Gilchinger zum Schluss ereilte, noch größer.

Tore: 1:0 Hänschke (81.), 1:1 Scharpf (87.), 1:2 Blum (90.+1)

Gautinger SC – SV Germering 2:0 (1:0)

„Wir kommen langsam in Gang“, lautete das Fazit von Bernd Ziehnert nach dem ersten Saisonsieg in diesem Jahr. Der Gautinger Trainer fühlte sich jedoch von seiner Mannschaft über Gebühr auf die Folter gespannt. „Gequält haben wir uns schon.“ Er hätte sich gewünscht, dass seine Kicker die Partie früher entscheiden. Chancen besaßen seine Fußballer zuhauf, denn die Germeringer waren längst nicht mehr so gut aufgestellt wie im vergangenen Jahr. Weil der Sportclub mit Toren geizte, entwickelte sich ein offenes Spiel, dass Ziehnert einige Nerven kostete. Es lief nicht alles rund bei den Würmtalern, denen deutlich anzumerken war, dass sie sich kaum auf die Rückrunde vorbereiten konnten.

Aber die Mannschaft ist trotz mancher Ausfälle individuell noch gut genug besetzt, dass sie doch zu ihren Treffern kommt. Fünf Minuten vor der Pause erzielte Lasse Mayer das erlösende 1:0 auf Vorarbeit von Florian Fichtl. „Wir haben vorne schnelle Leute“, sagte Ziehnert, der sich bei seinen Außenstürmern bedanken konnte, die den Bann brachen. Maier und Fichtl sollte es auch vorbehalten bleiben, in der Schlussphase die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Dieses Mal revanchierte sich der Torschütze mit einer Flanke bei seinem Vorlagengeber. Zwischen den Toren lag viel Kampf und Krampf. Den Gautingern waren konditionelle Mängel deutlich anzumerken. „Wir sind nicht mehr so schnell wie früher“, konstatierte der Coach. Die Moral bei seiner Mannschaft ist trotz der fehlenden Spritzigkeit jedoch weiterhin ungebrochen.

Tore: 1:0 Mayer (40.), 2:0 Fichtel (83.)

SV Inning – FSV Aufkirchen 1:1 (0:0)

„Das war in allerletzter Sekunde“, atmete Mathias Müller nach dem Ausgleichstreffer von Florian Pflügl in der vierten Minute der Nachspielzeit erst einmal tief durch. Der Inninger Trainer hatte den Schützen erst kurz vorher eingewechselt, nachdem er noch bei der Reserve aushelfen hatte müssen. Nach einer Flanke von Raphael Groß war Pflügl dann zur Stelle und drückte den Ball zum nicht mehr für möglich gehaltenen 1:1 über die Linie. Glücklich waren die Inninger über diesen Treffer schon, richtig zufrieden konnten sie mit der Ausbeute aber nicht sein. Der Coach gewann dem einen Punkt nur wenig ab: „Das ist definitiv zu wenig.“ Seine Mannschaft hatte sich am Sonntag selbst um den verdienten Lohn gebracht.

Sie zeigte in der ersten Hälfte schöne Spielzüge, erwirtschaftete sich auch einige Chancen, belohnte sich aber nicht mit den verdienten Toren. „Die letzten Zentimeter haben mal wieder gefehlt“, bemängelte Müller. Es kam dann noch dicker für den Übungsleiter, weil der FSV, der bis dato in der Offensive so gut wie gar nicht stattgefunden hatte, durch Georg Rothenfußer in Führung ging. „Das war leider mal wieder ein Geschenk von uns“, schimpfte der Trainer. Der Druck, der auf seiner Elf lastete, wurde durch den Rückstand noch größer. Aber die Platzherren gaben nicht auf und zwangen zum Schluss das Glück auf ihre Seite. „Wir haben eine sehr gute Reaktion gezeigt“, lobte Müller seine Mannschaft für ihr Engagement.                                     hch

Tore: 0:1 Rothenfußer (52.), 1:1 Pflügl (90.+4) – Gelb-Rot: Sissoko/FSV (84., wiederh. Foulspiel)

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Kommentare