BCF feiert Auswärtserfolg

Leichte Drei-Punkte-Beute für die Leitl-Truppe

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Der Startschuss für den BCF Wolfratshausen war der 1:0-Führungstreffer durch Mitch Rödls (re.) verwandelten Foulelfmeter. Am Ende setzten sich die Farcheter gegen Schlusslicht Erlbach klar mit 4:1 durch.

BCF Wolfratshausen – Man muss nicht groß drumherum reden: Ein Gegner von dieser geringen Qualität wird nicht oft an der Kräuterstraße zu Gast sein. Was die Erlbacher am Samstag in der Summe so anboten, lässt schwer auf ein einjähriges Intermezzo in der Bayernliga schließen.

Trotz verbesserter Personalsituation bekam der Aufsteiger kaum Zugriff auf die stark BCF-lastige Begegnung. „Viel vorgenommen, nichts gezeigt“, lautete das ernüchternde Fazit eines enttäuschten Robert Berg. Präsentiere sich seine Elf fortwährend auf diesem Niveau, „sind wir Abstiegskandidat Nummer eins“, entfuhr es dem Erlbacher Trainer. An dieser Einschätzung konnte auch der erste Auswärtstreffer der Gäste nichts ändern: Wolfgang Hahn nutzte in der Schlussphase Wolfratshauser Sorglosigkeiten in der Deckungsarbeit zum zwischenzeitlichen 1:3.

Aber das war’s dann auch schon mit den positiven Meldungen. In erster Linie legten die Erlbacher eine ungeschickte Spielweise an den Tag. Bestes Beispiel war Farchets Führungstreffer. Begleitschutz für Florian Scheck wäre ausreichend gewesen. Doch Harald Bonimeier lief dem BCF’ler derart ungeschickt in die Hacken, dass ein Strafstoß allein der Tollpatschigkeit wegen vertretbar war. Scheck durfte von Beginn an ran, weil er in den „letzten Trainingseinheiten überzeugt“ habe, erklärte Coach Reiner Leitl.

Zum Elfmeter: Die Wolfratshauser erbaten sich vor der Ausführung kurz Bedenkzeit. Werner Schuhmann hatte zuletzt verschossen, Marco Höferth stand aufgrund fehlender Trainingszeit nicht in der Startelf. Schnell aber war klar: Mitch Rödl macht’s – und er machte es gut. Dabei hatte der Routinier zuvor noch nach einer Schuhmann-Hereingabe aus vollem Lauf vergeben. Aber was heißt vergeben – diese Chance entschärfte Erlbachs Schlussmann Klaus Malec mit Bravour.

Zur Pause ging die knappe Führung in Ordnung, weil der Ballclub noch nicht absolut dominierte. Nach dem Seitenwechsel veränderte sich dieses Bild aber. Der schnelle zweite Treffer war eine Wohltat: Für die Farcheter im allgemeinen, für Werner Schuhmann im Besonderen, denn der Stürmer beendete seine Durststrecke. Mit dem Rücken zum Tor stehend versenkte er den Ball per Kopfball-Bogenlampe. Und als bei Erlbach nicht mal mehr so schlichte Dinge wie ein Rückpass zum Torhüter gelingen wollten, setzte Jona Lehr alsbald das 3:0 hinterher. Leitl, der sich „froh“ über den ersten Heimsieg seiner Schützlinge zeigte, sprach über diese Phase des Spiels von „richtig gutem Fußball“. Einzig seine im Vorfeld ausgegebene Prämisse zu Null zu spielen, wurde nicht erfüllt. „Das Gegentor war völlig überflüssig“, sagte Leitl. Aber dafür setzten seine Mannen noch schnell eines drauf: Youngster Fabio Ratte kam nach seiner Einwechslung in der Schlussminute zu seiner Torpremiere in der Bayernliga.

Quelle: fussball-vorort.de

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