Fußball

Leininger kommt nach Buch: Für beide Seiten „die optimale Lösung“

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Florian Leininger übernimmt im Sommer das Traineramt beim SV Buch.  

Ganz schnell hat der SV Buch Nägel mit Köpfen gemacht. Der Fußball-Kreisklassist hat für kommende Saison Florian Leininger als neuen Spielertrainer verpflichtet.

Buch– Der 33-Jährige tritt die Nachfolge von Günter Neef an, der nach der Trennung von Dragang Pesic interimsmäßig bis zum Sommer beim Tabellendritten an der Seitenlinie stehen wird. „Wir sind richtig froh drum, dass wir den Leines bekommen haben“, schwärmt Buchs Sportlicher Leiter Otto Simon. „Wir kennen uns schon lange, da waren wir uns auch relativ schnell einig“, sagt Leininger, und beide sprechen von einer „optimalen Lösung“.

Turbulente Tage liegen hinter dem SV Buch. Erst kam es zum Zerwürfnis mit Trainer Dragan Pesic, der hinwarf und postwendend beim Freisinger Kreisklassisten FVgg Gammelsdorf unterschrieb. Bei den Buchern sagte indes Günter Neef spontan zu, den Club zu coachen – allerdings nur bis zum Sommer (wir berichteten). Also musste eine Lösung für die kommende Saison her. „Der Leines ist mir spontan eingefallen“, erzählt Simon, und da habe er ihn einfach mal angerufen.

Leininger stand zuletzt einige Jahre als Spielertrainer beim Kreisligisten FC Lengdorf im Tor, ehe er dort seine Zelte abbrach und sich zu Beginn der Saison 2018/19 dem Bayernligisten FC Ismaning anschloss. „Eigentlich wollte ich mich dort nur fit halten, weil ich beruflich sehr eingespannt war, doch plötzlich ist mehr daraus geworden, was ich mir eigentlich nicht so vorgestellt habe“, schildert der 33-Jährige seine Zeit beim FCI, wo er plötzlich zur Nummer zwei im Bayernliga-Tor aufgestiegen ist. Bei den Ismaningern ist dreimal wöchentlich Training angesagt, „und wenn du zu einem Auswärtsspiel fährst, dann ist halt gleich der ganze Tag kaputt“, sagt Leininger. Zudem habe er eine Frau sowie drei kleine Kinder daheim und sei als Kaminkehrermeister, der im Raum Wartenberg tätig ist, auch beruflich gut unterwegs.

Da kam der Anruf des SV Buch eigentlich genau richtig. Einige Vereine hätten sich zwischendurch zwar schon bei ihm gemeldet, aber der SV sei halt etwas Besonderes für ihn. „Als mein Vater damals Trainer in Buch war, war ich als kleiner Bub schon immer dabei“, erzählt Leininger. „Ich kenne also die Leute und das ganze Umfeld.“ Der 33-Jährige weiß: „In Buch ist die Welt noch in Ordnung.“ Und dass es nicht weit entfernt ist von seinem Wohnort Wohnort Lengdorf, sei ebenfalls optimal.

Die Bucher Mannschaft habe Potenzial, glaubt der neue Trainer. „Die Mannschaft ist von der Qualität her gut, allerdings ist der Kader ziemlich dünn besetzt, hier wird unsere Aufgabe sein, dass wir uns verstärken“, analysiert Leininger. Er freue sich schon auf seine neue Aufgabe: „Ich glaube, ich passe recht gut in den Haufen rein.“ Auch das Gesellschaftliche sei ihm wichtig, da es den Zusammenhalt fördere.

Ob er sich in der Rückrunde bereits regelmäßig mit dem aktuellen Coach Neef austauschen wird? „Nein, das mache ich sicher nicht“, sagt er bestimmt. „Der Günter soll das ganz alleine so machen, wie er das für richtig hält. Da mische ich mich nicht ein, das geht mich nichts an.“ Und außerdem müsse er sich in den nächsten Monaten ja ohnehin noch auf den FC Ismaning konzentrieren. Auf die Zusammenarbeit mit dem Sportlichen Leiter Simon und Abteilungsleiter Robert Augustin freue er sich schon jetzt, denn: „Der Otto und der Auge sind Top-Kerle.“

Simon gibt das Kompliment zurück. „Der Leines ist ein total netter Kerl“, meint er und wirkt sehr zufrieden mit der Leininger-Verpflichtung. „denn letztlich haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“. Zum einen habe man einen Trainer gesucht, zum anderen auch einen Torwart, weil sich Stammkeeper Stefan Huber nach der Saison vorerst ins Ausland verabschiede. Und dass man jetzt Leininger gewinnen habe können, sei für den SV „die optimale Lösung“. WOLFGANG KRZIZOK

Quelle: Merkur.de

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