Leitl kann mit Punkt in Schwabmünchen leben

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Das Urgestein trifft: Michael Rauch (re.) brachte den BCF in Schwabmünchen mit 1:0 in Führung.

BCF Wolfratshausen – Das 1:1 des BCF Wolfratshausen beim TSV Schwabmünchen ist angesichts schwerverdaulichen jüngsten Heimspiels tendenziell positiv einzuordnen. Zumal Farchet gestern Abend die bessere von zwei durchschnittlichen Bayernliga-Mannschaften war.

Entspannt zog Reiner Leitl hinter der Spielerbank an einer Zigarette. Ein Indikator für Zufriedenheit. Immerhin stapfte Leitl nicht mit mordlüsternem Blick von dannen wie zuletzt nach der 0:6-Packung gegen Garching. Farchets Coach ließ eingedenk der brütenden Hitze Milde walten, haderte weder mit der Laufleistung seiner Equipe noch mit einigen Fehlern seiner Kicker. Wie etwa den missglückten Versuchen Chris Korkors, den Ball bei Kontern zielgerichtet ins Zentrum zu befördern. Ähnliches galt für Jona Lehr, dem beim Anblick des gegnerischen Gehäuses bisweilen der Sinn des Mannschaftssports abhanden kam. Leitl wäre aber nicht Leitl, wenn er da nicht doch ein dickes Aber nachschieben würde. Der 55-Jährige sprach vom „inneren Schweinehund“ oder im Zusammenhang mit den Umstellungen im Team davon, dass da durchaus „etwas mehr kommen“ könne.

Exemplarisch zog er den Vergleich von Enim Kayas montäglicher Trainingsleistung und seinem gestrigen, wenig couragierten Auftritt heran. In einem traf Leitl den Kern der Sache: „Mit 70 Prozent Leistung aus dem Dachau-Spiel gewinnen wir hier locker.“

Fürwahr kamen die Gastgeber nie über den Status eines biederen Kellerkindes hinaus. Bei den wenigen Ausnahmen war Kevin Pradl aufmerksam zur Stelle. Der BCF-Keeper präsentierte sich nach zuletzt einigen Wacklern diesmal fehlerfrei. Farchet kontrollierte grundsätzlich die Partie, musste sich aber gelegentlich mit einigen Abstimmungsproblemen im Defensivbereich auseinander setzen. Als der Unparteiische die erste Trinkpause ausrief, schickte Leitl mal eben ein humorloses „Gebt’s mal mehr Gas“ in die Runde. Gesagt, getan: Kurz vor der Pause setzte Basti Pummer eine Hereingabe von Jan Penic knapp neben den Pfosten. Neuzugang Penic debütierte 45 Minuten lang als Linksverteidiger, unauffällig und um Eingliederung bemüht. Ein Kopfballtreffer von Onur Misirlioglu fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung.Dennoch gingen die Gäste in Führung. Michael Rauch startete nach einer Stunde in den freien Raum, um ein Zuspiel von Lehr aufzunehmen. Der Abschluss wird landläufig als „Kullerer“ bezeichnet. Drin war der Ball trotzdem. Zum Sieg reichte der Treffer des BCF-Urgesteins dennoch nicht – weil Florian Scheck nur den Außenpfosten anvisierte, Lehr und Korkors eingangs erwähnten Konzentrationsmängel folgten. In erster Linie aber, weil der BCF einmal nach einer Zweikampfsituation nicht sortiert war, und Schwabmünchens Ahmet Can nach Querpass von Daniel Raffler zum Ausgleich einschoss. Leitl zuckte nur mit den Schultern und meinte: „Man muss auch mal mit einem Punkt leben können.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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