Leitl klagt: "Ich werde etwas ausprobieren müssen"

+
Neuerliche Ausfälle erfordern es: Im Nachholspiel heute Abend gegen Unterhaching II rückt Enzo Potenza (li.) von der Bank in die Startelf des BCF Wolfratshausen.

BFC Wolfratshausen - Inmitten der Garde sämtlicher Titelaspiranten taucht plötzlich die SpVgg Unterhaching als Gegner des BCF Wolfratshausen auf. Das heutige Nachholspiel der Farcheter gegen das Schlusslicht (19 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) ist von herausragender Bedeutung.

Zu Monatsbeginn strich Reiner Leitl die Besonderheiten des Oktobers heraus. Aufgrund der beiden Nachtragsspiele, heute und in 14 Tagen, eröffne sich für den BCF die günstige Gelegenheit, in der Tabelle Boden gutzumachen. Natürlich darf sein Team auch im Zuge der regulären Ansetzungen punkten. Das klappte mit dem Überraschungs-Dreier in Rain ganz ordentlich. Doch auch eine Abfuhr, wie das samstägliche 0:4 in Bogen, ist Teil des Spektrums. Schließlich bekommen es die Farcheter in diesen Wochen mit vielen Topteams zu tun.

Da tanzt die Begegnung mit dem Nachwuchsschuppen des Münchner Drittligisten aus der Reihe. Den Wolfratshausern bietet dieses Match gegen den Letzten die erste Option, den Relegationsplatz wieder zu verlassen. Reiner Leitl ist guten Mutes, dass seine Schützlinge ihre Statistenrolle in Bogen gut verarbeitet haben. „Das muss man aus dem Kopf kriegen“, verweist er auf eine unbelastete Vorbereitung. Ein Vorteil der Wochentagstermine: „Es ist gar keine Zeit, um lange zu überlegen.“

Über die Wertigkeit der heutigen Partie gibt es keine zwei Meinungen. Die Farcheter sollten sie gewinnen. Das sieht ihr Cheftrainer genauso. „Wir müssen ans Limit gehen und das Spiel mit allen verfügbaren Möglichkeiten in unsere Richtung bringen.“ Doch sind die Ressourcen in Farchet derzeit nicht endlos. Schon länger muss sich Leitl mit dem Problem vieler Verletzter herumschlagen. Heute fallen zur Abwechslung Dominik Putzke (Leistenzerrung) und Mitch Rödl (Urlaub) aus. Für die beiden rücken Lamine Guèye und Enzo Potenza in die Startelf.

Ein weiteres Kernproblem ist der Kraftfaktor. Einige Kicker bräuchten dringend eine Pause, meint der Coach. Exemplarisch nennt er Sommer-Neuzugang Paul Müller. Doch derlei Luxus gibt der schmale Kader nicht her. „Ich werde etwas ausprobieren müssen“, kündigt Leitl in einem ausgeglichenen Verhältnis aus Notwendigkeit und Verzweiflung an. So dürfte Christian Duswald ein weit offensiverer Part zuteil werden als üblich. Guèye rückt nach rechts hinten, Basti Pummer dafür zurück auf Putzkes Abräumerposition.

Die Unterhachinger konnte Leitl heuer noch nicht beobachten. Nur vier Unentschieden in 16 Partien haben die Verantwortlichen dort zu einem Trainerwechsel bewogen. Den neuen Mann allerdings kennt Leitl nur zu gut. Er trainierte Daniel Kaiser als Spieler während der gemeinsamen Zeit beim FSV München.

Werde Mannschaftsverwalter für dein Team!

Hol dir hier einen Zugang: http://statistik.fussball-vorort.de

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Traum-Ergebnis! Hachinger Aufstieg zum Greifen nahe
Traum-Ergebnis! Hachinger Aufstieg zum Greifen nahe
Eching geht mit Vorteilen ins Relegations-Rückspiel
Eching geht mit Vorteilen ins Relegations-Rückspiel
Schwabl: "Die Chancen stehen 50:50"
Schwabl: "Die Chancen stehen 50:50"
Knecht ballert Jetzendorf weiter in Richtung Landesliga
Knecht ballert Jetzendorf weiter in Richtung Landesliga

Kommentare