Leitl nach BCF-Pleite: "Richtig bitter"

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Durch die Mitte geht nichts: Mitch Rödl und seine Farcheter scheiterten in Dachau an ihrer schwachen schlechten Ballkontrolle, schwacher Zweikampfführung und ihrer Offensivschwäche.

BCF Wolfratshausen - Auch der Schlussakkord ging in die Hose. Beim TSV 1865 Dachau manövrierte sich der BCF Wolfratshausen im ersten Abschnitt massiv ins Hintertreffen. Die folgende Aufholjagd führte nicht mehr zum gewünschten Ergebnis. Farchet unterlag mit 2:3.

Höchste Zeit für eine zweimonatige Verschnaufpause. In der aktuellen Verfassung ist mit den Wolfratshausern Kickern in der Bayernliga kein Staat mehr zu machen. Keine Winterpause – das wäre für sie wohl gleichbedeutend mit einem Anhalten der Pleitenserie. Der Aufsteiger aus Dachau war der vierte tabellarische Hinterbänkler, gegen den sich der BCF binnen kurzer Zeit scheiterte. Zuvor war der TSV neunmal sieglos geblieben.

Doch auf Dachaus Gäste war Verlass. Farchets Kapitän persönlich überreichte den Geschenkkorb: Lech Kasperek vertändelte den Ball im Mittelfeld, Wilson Onyemaeke vollstreckte zum 1:0 für die Hausherren (12.). Kasperek bügelte seinen Schnitzer zu fortgeschrittener Spieldauer mit dem Treffer zum 2:3 wieder aus: Der 32-Jährige war nach einem Eckball per Abstauber erfolgreich (70.).

Aber der Reihe nach: Den Rückstand machte zunächst Kaspereks Kollege in der Innenverteidigung wett: Onur Misirlioglu hämmerte einen ruhenden Ball aus stattlicher Entfernung mit wenig Anlauf, aber viel Präzision zum 1:1 in den Torwinkel (17.).

Die beiden Defensivspieler beschrieben mit ihren Toren trefflich das Dilemma im BCF-Spiel: Die Wolfratshauser Angriffsabteilung, eigentlich für Treffer zuständig, ist derzeit so gefährlich wie ein Plüschtier auf Omas Sofa. Ungewöhnlich: Mit Werner Schuhmann blieb der verlässlichste Knipser der letzten Jahre zur Pause in der Kabine – trotz eines 1:3 Rückstandes. „Er ist meilenweit von seiner Form entfernt“, begründete Reiner Leitl den Tausch mit Chris Korkor.

Die Flößerstädter fielen nach Misirlioglus Glücksmoment einzig durch eine schwache Ballkontrolle auf. Schlechte Platzverhältnisse und unpräzises Spiel durch die Mitte beißen sich nun einmal. Auch die Arbeit gegen den Ball fiel nicht unbedingt unter die Rubrik wehrhaftes Verhalten. Leitl kritisierte die fehlende Nähe zu den Gegenspielern. So spielte sich Oliver Wargalla zusammen mit Michael Hutter relativ simpel in eine veritable Schussposition – das war das 2:1 für die Hausherren (25.). Onyemaeke legte noch vor dem Seitenwechsel per Tempo-Gegenstoß zum 3:1 nach.

Leitl war zur Pause „richtig bedient“. In der Kabine sei es „sehr ruhig“ gewesen, verrät der Trainer. Denn seinen Kickern sei bewusst gewesen, dass sie in Durchgang zwei mehr bringen müssen. Und tatsächlich: Farchet bäumte sich nach Wiederbeginn auf. Lamine Guèye, bester Wolfratshauser, drosch das Leder aus vollem Lauf über die Latte. Paul Müller traf mit einem Schlenzer nur die Netzhalterung. Dazu hätte Dachaus Alexander Weiser fast ein Eigentor fabriziert, woraus letztlich Kaspereks Anschlusstreffer resultierte. In der Summe aber waren die Gäste nicht zwingend genug. „Zu hektisch im Abschluss“, urteilte Leitl, der nach dem Schlusspfiff ernüchtert festhielt: „Das ist richtig bitter für uns.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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